Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Etwas abwärts bitte

Internationaler Markt

Die USA und Russland mögen sich wieder. Das ist das Resultat einer vizepräsidialen Männerfreundschaft, die sich bei der Lösung des Giftgaskonflikts ergab. Derlei Sympathiebekundungen auf höchster Ebene gehen nicht spurlos an krawallfreudigen Börsen vorbei. In der Nacht gaben die Ölnotierungen deutlich nach. Die Finanzszene muss sich neue Themen suchen. Natürlich ist da Libyen als relevanter Fall einer fehlschlagenden Demokratisierung. Das ausbleibende Öl des Landes ist allerdings schon eingepreist und schlimmer kann es aus Marktsicht nicht mehr kommen. Mag sein, dass Obama erneut den Iran attackieren wird. Nach dem für ihn glücklichen Ausgang in Syrien könnte er sich ermutigt fühlen. Es dürfte aber auch ihm nicht entgangen sein, dass das eine knappe, kaum kalkulierbare Nummer war. Sie hätte durchaus schief gehen können. So etwas ein zweites Mal zu riskieren, wird ihm wohl nicht einfallen. Wenn Themen ihr börsenrelevantes Potenzial verlieren, gibt es immer noch den Dauerbrenner Quantitative Easing, die 85 Mrd. Dollar Geldpumpe (monatlich) der US-Notenbank. Ihr Fortbestehen wird mit Besserung der US-Konjunktur in Frage gestellt. Aber eine nennenswerte Konjunkturbesserung gibt es nicht und ein Ausstieg ist in der Logik der eingeschlagenen Systemrettung gar nicht möglich. Somit sind daraus abgeleitete Kursbewegungen lediglich das übliche Flimmern des heißen Ritts auf dem Vulkan. Aktuell kann das mal wieder bärisch wirken.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Der Anstoß kommt von den Öl- und den Dollarnotierungen. Der Binnenmarkt ist ruhig und ohne Preiseinfluss. Wir erwarten, dass sich das mit dem näher rückenden Herbst ändern wird. Sobald die Nachfrage anzieht, werden mehr oder weniger wahrnehmbare Preisaufschläge aus dem Binnenmarkt kommen. Selten werden diese den Einfluss der Börsen übertreffen. Die weiteren Preisaussichten sehen etwas freundlicher aus als vor dem Wochenende. Die Trends bleiben allerdings noch länger auf Seitwärtskurs. Immerhin, Heizöl ist deutlich billiger als vor zwölf Monaten. Das wird sich sobald nicht ändern. Wenn Sie ganz eng an der Preisentwicklung bleiben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere Smartphone-App. Sie einfach schlau zu gestalten, war unser Ziel. Schauen Sie hier, ob es uns gelungen ist.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Totalausfall Libyens als Öllieferant
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Militäreinsatz gegen Syrien so gut wie ausgeschlossen
China fragt wieder weniger Öl nach
Schwache US-Konjunkturdaten
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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