Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Extrem gutmütig

Internationaler Markt

Preislich geht im Moment nicht viel an den Ölbörsen. Das ist Ausdruck einer entspannten Marktlage. Selbst die Dauerausfälle von nennenswerten Liefermengen aus Libyen und dem Iran können die Versorgung nicht gefährden. Die Aussicht, dass diese Mengen irgendwann wieder auf den Markt zurückkehren, beängstigt hingegen die OPEC. Denn mit diesen Mengen wird preislich allerhand gehen. Und das nicht im Sinn der Produzenten. Nicht zuletzt deshalb könnte es sein, dass die USA kein Interesse haben, in absehbarer Zeit eine endgültige Lösung im Atomstreit mit dem Iran herbeizuführen. Solange der US-Ölboom andauert, verschaffen ihnen Ausfälle in anderen Teilen der Erde Vorteile. Die Finanzszene muss sich derweil mühsam ein paar im Öl handelbare Nachrichten zusammensuchen. Im Zweifel bedient sie sich an den im Überfluss vorhandenen Konjunkturzahlen. Dass deren Qualität oft unterirdisch ist, spielt an der Börse keine Rolle.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zappeln unorthodox auf und ab. Gemäß Börsenvorgaben müssten sie steigen. Im Binnenmarkt herrscht aber hoher Verkaufsdruck. Der sorgt für die Kompensation des externen Anstiegs durch den Verzicht auf Handelsmarge. In einfachen Worten handelt es sich um Rabatt. Er ist derzeit sehr hoch. Sobald das Wetter es zulässt, wird er verschwinden. Die Preisaussichten bleiben durchwachsen freundlich. Im durchwachsenen Teil sehen wir die paranoiden Geld- und Finanzmärkte sowie zunehmend das Wetter. Irgendeine Winterwalze wird schon noch kommen. Im freundlichen Teil finden wir die gute Versorgungslage. Auf noch bessere Heizölpreise zu spekulieren, ist durchaus naheliegend. Wer es wagt, braucht Risikobewusstsein, etwas Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen über die Preisentwicklung. Wer Spekulieren ablehnt, kann beherzt kaufen. Heizöl war seit weit über zwei Jahren nicht so preisgünstig wie in diesen Tagen. Das weiß mittlerweile sogar die Bildzeitung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute Wachstumsaussichten für die Weltkonjunktur
Diverse kleinere und mittlere Lieferstörungen
US-Notenbank pumpt weiterhin viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung der US-Exporte erwartet
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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