Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Förderung wird sinken

Internationaler Markt

Die Ölpreise steigen wieder. Die Investitionen in neue Ölfelder sinken dennoch weiter. In den USA sank die Zahl der in Betrieb befindlichen Bohranlagen bis Ende letzter Woche auf ein Fünfjahrestief. So lässt sich das Ziel, größter Ölproduzent der Welt zu werden und Unabhängigkeit von Lieferungen aus Übersee zu erreichen, nicht realisieren. So lässt sich aber der Preisanstieg beschleunigen. Darüber können die USA zumindest langfristig auf den Zielpfad zurückfinden.

Im Irak läuft die Ölproduktion derzeit auch nicht rund. Libyen ist als Produzent so gut wie ausgeschieden. Auch diese Umstände helfen den Heizölpreisen aufwärts und natürlich das freie Geld, von dem es soviel gibt wie nie zuvor. Es drängt wieder ins Öl. Gleichwohl geben die Meinungsführer der Finanzszene weiter Prognosen von erneut sinkenden Ölnotierungen aus. Sie berufen sich dabei auf die derzeit noch wachsende Überproduktion. Diese soll die Ölvorräte bis ins zweite Quartal hinein aufblähen. Es werden Tiefpreise für Nordseeöl Brent von unter 40 Dollar pro Barrel kolportiert. Worte, vielleicht glaubt sie jemand.

Nachdem die Ölnotierungen zum Wochenende erneut aufgetrieben wurden, geben sie aktuell nach. Gleiches gilt für den Euro. Das ändert nichts an der Tatsache, dass sich Öl im Aufwärtstrend befindet. Der Dollar hält seitwärts. Die Tonne Gasöl kostet 584,00 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 52,57 Dollar und in London zu 61,45 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8760 Euro . Damit kostet der Euro 1,1416 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise legen weiter zu. Sie folgen strikt ihrem Trend, wie die 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz zeigt. Charttechnisch sieht die Heizölpreis-Entwicklung nun alles andere als rosig aus. Hoffnung auf Besserung macht nur der Realmarkt. Er ist überversorgt. Damit wird in absehbarer Zeit aber auch Schluss sein.

Der Binnenmarkt liegt im Winterschlaf. Den Handel stört das noch nicht. Nach dem Kaufrausch der letzen Monate kann er ein wenig Ruhe vertragen. Bald wird aber wieder um Aufträge gerungen werden.

Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, zeigt ein mittelmäßiges Kaufverhalten. Auf einem tieferen Preisniveau würden die Bestellungen ein wenig zunehmen. Das schließen wir aus unserer Lesereinschätzung. Eine knappe Mehrheit der Beobachter erwartet günstigere Preise, vermutlich um dann zu kaufen.

Diese Beobachter werden sich vom mathematischen Tiefpreis-System bestätigt fühlen. Das gibt derzeit keine Kaufsignale. Diese werden definitiv wieder kommen. Ob der Preis dann wirklich tiefer liegt als heute, ist leider nicht gewiss.

Die Preistrends weisen nur noch in den längerfristigen Bereichen abwärts, wobei nun auch der 36-Monats-Trend kippt. Die Konstellation legt eine Spekulation auf fallende Heizölpreise nicht mehr nahe, die anhaltende Überversorgung des realen Markts hingegen schon. Die Heizölpreis-Entwicklung steckt in einer 55/45 Situation für Preisanstieg.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, der in den letzten Monaten aufgelaufen ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl für diesen Winter im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, können Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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