Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Fallen wird schwierig

Internationaler Markt

Die Woche startet mit einer erwartungsgemäßen Überraschung und hat eine weitere im Köcher. Im Laufe der letzten Woche wurde die Wiederaufnahme der libyschen Öllieferungen für Sonntag (gestern) angekündigt. Marktbeobachter und Finanzjongleure nahmen die Meldung skeptisch zur Kenntnis und ließen lediglich einen kleinen bärischen Effekt auf die Preise zu. Gestern gab ein Milizenführer bekannt, dass man es nicht geschafft hat, einen für alle Gruppen zufriedenstellenden Verteilungsschlüssel der Ölgewinne zu erarbeiten. Deshalb bleiben die Häfen und die Öllieferungen weiterhin blockiert. Dieser Umstand trieb die Notierungen heute Morgen ein wenig in die Höhe. Misslicherweise trifft die Sache auf einen charttechnisch ungünstigen Moment, der weitere Preissteigerungen wahrscheinlich macht. Aber keine Sorge, heftig werden sie nicht ausfallen. Am Dienstag und Mittwoch werden die Notenbanker der USA über die weitere Geldpolitik diskutieren. Nach einer Serie guter US-Konjunkturdaten befürchtet die Finanzszene eine Andeutung über das Ende des exzessiven Gelddruckens. Sie würde Kurse purzeln lassen und den Dollar stärken. Dass das Ende tatsächlich kommen wird, ist ungefähr so wahrscheinlich wie die Rückkehr des libyschen Öls. Die Konsequenzen der Geldexzesse und der Zerschlagung Libyens sind bis auf weiteres leider unumkehrbar. Es ist also keine nennenswerte Veränderung der Ölpreisbewegung zu erwarten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise haben im Bundesdurchschnitt auf der 80-Cent-Marke für die Referenzmenge von 3.000 Liter aufgesetzt. Diese nach unten zu durchqueren, scheint ein schwieriger Fall zu sein. Die Ölnotierungen vereiteln das Unterfangen gerade. Der Dollar treibt es voran. Verlässlichkeit ist nicht im Spiel. Es kann jeden Moment drehen. Dennoch sind die Preisaussichten für die kommenden Monate freundlich. Etwas mehr Abgang sollte früher oder später kommen. Der Binnenmarkt hat derzeit keinen Einfluss darauf. Er ist ruhig. Wer auf einen günstigeren Einkaufsmoment spekuliert, sollte den Markt mit Hilfe unseres Angebots am PC oder mit dem Smartphone eng verfolgen. Wer Spekulieren abwegig findet, kann zu den gegenwärtigen Preisen beherzt kaufen. Heizöl ist billiger als vor 12 und vor 24 Monaten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Libysches Öl kommt nicht zurück in den Markt
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Konjunkturaufhellung in den USA
Iran unterbricht Atomverhandlungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Rohölangebot übertrifft Rohölnachfrage
Saudi Arabien befürchtet erhebliches Überangebot
Ölproduktenangebot der USA hoch
Geringe US-Ölimporte

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