Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Geschüttelt aber nicht geplagt

Internationaler Markt

Irgendjemand sagte „verkaufen“. Sie verkauften und nahmen den Ölnotierungen am Freitag rund drei Prozent an Wert weg. Einen triftigen Grund für das Herdenphänomen der Finanzjongleure gibt es nicht. Spekulativ könnte man es mit einer Meldung aus Libyen in Zusammenhang bringen. Die Produktion soll dort wieder steigen. Gegenanzeige zu dieser Aussage: Der ölreiche Osten des Landes erklärte seine Autonomie und vereidigte eine eigene Regierung. Die Entwicklung spricht eher für einen drohenden Bürgerkrieg und den Totalausfall libyscher Ölexporte. Glücklicherweise braucht die Welt dieses Öl derzeit nicht. Die Finanzszene kann und wird sich zu gegebener Zeit über das Argument hinwegsetzen und Libyen wieder bullisch interpretieren. Jetzt interpretiert sie erstmal die Charttechnik. Die weist kurzfristig abwärts. Beim Dollar stellt sie sich umgekehrt dar. Kurzfristig treibt sie die Währung aufwärts, was nach der Entscheidung der US-Notenbank, das Gelddrucken munter fortzusetzen, nicht gerade naheliegend ist. Es herrscht also, wie so oft, eigenwilliges Treiben an den Börsen. Glücklicherweise bleibt es ohne ausgeprägten negativen Effekt für Ölverbraucher.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise drehten nach vier Tagen des Anstiegs die Richtung. Der Abwärtstrend wurde im letzten Moment gerettet. Selbstverständlich ist das nur eine Momentaufnahme. Am Freitag waren die Vorgaben der bärischen Ölbörsen stärker als der bullische Dollarlauf. Der Binnenmarkt ist außerordentlich ruhig. Von ihm geht kein Preisimpuls aus. Die weiteren Aussichten sind zwar vernebelt, aber durchaus freundlich. Einen nennenswerten Anstieg der Heizölpreise erwarten wir nicht. Die kurzfristige Unschärfe liegt zwischen seitwärts und leicht abwärts tendierenden Preisen. Wer auf einen günstigen Kaufmoment spekuliert, sollte die Preisentwicklung mit unserem Angebot am PC oder mit dem Smartphone eng verfolgen. Alle anderen kaufentschlossenen Verbraucher sollen wissen, dass Heizöl derzeit deutlich billiger als zum gleichen Zeitpunkt der beiden Vorjahre ist. Sie können also mit einer Bestellung nicht viel falsch machen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Entwicklung in Libyen
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Libyen meldet Wiederanstieg der Förderung
Iran und USA reden über das Atomprogramm
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Welt ist gut mit Öl versogt

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