Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Gut und entspannt

Internationaler Markt

Und täglich ändert sich die Lagebeurteilung. Das gilt derzeit für die Lieferfähigkeit Libyens und die Atomverhandlungen mit dem Iran. Das gilt auch für die globale Konjunktur.

In Tripolis wird die militärische Auseinandersetzung heftiger. Gleichwohl soll die Ölproduktion des Landes gestiegen sein. Zur endgültigen Bestätigung warten wir auf die ersten Lieferungen aus den wiedereröffneten Häfen. Noch trauen sich Käufer nicht an diese Möglichkeit heran. Die Zurückhaltung ist ein Indiz für eine gute globale Versorgungslage. Man braucht das libysche Öl derzeit nicht unbedingt. Um es auf den Markt zu bringen, muss es günstiger bepreist werden. Das Preisgefüge gerät somit unter Druck.

Die Verhandlungen um ein endgültiges Atomabkommen mit dem Iran sollen durch das Beisein der Außenminister positiv beeinflusst worden sein. Es bleibt zwar dabei, dass ein Vertrag nicht bis Sonntag machbar ist. Generell ist man aber zuversichtlich, dass ein solcher im Jahresverlauf kommen wird. Hierin steckt eine weitere Aussicht auf Öl für den Markt, das dieser nicht unbedingt benötigt. Die Preise geraten somit noch mehr unter Druck.

Derweil werden die Konjunkturerwartungen immer wieder enttäuscht. Im Moment sind die alten Industrienationen die Schwächekandidaten, während China sich zu stabilisieren scheint. Das legen zumindest die letzten Zahlenserien nahe.

Die freundliche Lage wird durch neue Sanktionsankündigungen der EU gegen Russland gestört, die heute in Brüssel beschlossen werden sollen. Aus Verbrauchersicht kann es nicht schlimm werden, da niemand die Energieversorgung in Europa stören möchte.

Gestern legten die Ölnotierungen eine bemerkenswerte Ab- und Aufwärtsbewegung hin, von der ein wenig Preisnachlass erhalten blieb. Heute Morgen ist noch nicht zu erkennen, wohin die Preise laufen. Die Tonne Gasöl kostet 881,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,43 Dollar und in London zu 106,02 Dollar gehandelt. Für einen Euro erhält man 1,3568 US-Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise gaben gestern erneut nach. Ihre Bewegung verläuft insgesamt zwischen seitwärts und schwach abwärts. Daran dürfte sich in den kommenden Tagen wenig ändern.

Die freundlichen Preise beleben den Binnenmarkt spürbar. Der Handel kommt damit gut klar. Die Lieferzeiten wurden in einigen Gegenden ein wenig erhöht. Über ernste Schwierigkeiten beschwert sich derzeit aber niemand. Alles läuft gut. Selbst die kleinen Rabatte in den Preisen existieren noch. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl zeigt das entsprechende Käuferverhalten an. Die Preise werden von der Menge als sehr kaufenswert eingestuft.

Das mathematische Tiefpreis-System gibt ihnen Recht. Die Kaufdaumen zeigen in Deutschland mit Ausnahme von Berlin nach oben. Dort ist der „perfekte“ Kaufmoment seit Montag beendet. Unsere Leser halten die Lage mehrheitlich wieder für verbesserbar. Sie erhöhen ihre Erwartung an eine einträgliche Preisentwicklung leicht. Wer auf tiefere Preise setzt, sollte sich des Risikos einer grenzwertigen Wette bewusst sein und das Geschehen eng verfolgen.

Die aktuelle Preisbewegung findet im Rahmen der Abwärtstrends statt. Diese sind in den verschiedenen Zeitstufen unterschiedlich steil. Der kurzfristige Trend ist nahe an einer Seitwärtsbewegung. Der längerfristige Trend macht immer noch Hoffnung auf mehr Abgang. Wie gesagt, darauf zu setzen ist eine Risikowette. Bleibt zu erwähnen, dass die aktuellen Heizölpreise deutlich unter dem Niveau der letzten drei Jahre zum gleichen Zeitpunkt liegen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen