Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Im Bann westlicher Kriegsinteressen

Internationaler Markt

An den Börsen wird Krieg gehandelt, das heißt, die Ölnotierungen schnellen in die Höhe, die Aktienkurse brechen ein. Verbal lehnen die USA und die EU Krieg ab. Dennoch liefert die westliche Allianz den größten Teil allen Kriegsgeräts in die Welt und ihre Regierungen schicken immer wieder willfährig die eigenen Truppen hinterher, um das Arsenal auszuprobieren. Der Widerspruch wird mit perfiden Lügenkonstrukten ihrer Geheimdienste zu vertuschen versucht. Wer Hund und wer Herr in diesem Spiel ist, lässt sich nicht eindeutig zuordnen. Die politische Totalumwandlung des Barack Obama spricht dafür, dass Geheimdienste die Leitfunktion haben und Regierungen als ihre Sprecher agieren. Der Beweis wurde hinlänglich erbracht, dass Politik und Moral der Verschleierung korrupter Interessen dienen, im Westen mindestens so stark wie im Osten. Nun brechen sich diese Interessen in Syrien Bahn. Die Argumentation für eine Beteiligung am kriegerischen Geschehen könnte nicht primitiver sein, als sie derzeit vorgetragen wird. Die Choreografie gleicht der des Irakkriegs. Damals waren es Behauptungen über ein nicht existierendes Waffenarsenal. Heute sind vollkommen unplausible Behauptungen über den Emittenten eines Gasangriffs. In beiden Fällen muss konstatiert werden, der Westen wollte und will den Krieg. Wollte er ihn nicht, fände er Wege, ihn zu vermeiden, ohne das politische Gesicht zu verlieren. Denn nichts in der Politik ist alternativlos. Nun wird der Krieg unter westlicher Beteiligung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stattfinden. Die Folgen sind vollkommen offen. Eine politische Strategie gibt es nicht, nur eine militärische. Insofern ist die in Börsenkursen zum Ausdruck gebrachte Sorge nachvollziehbar. Bezüglich des Öls ist sie gleichwohl übertrieben. Es ist außerordentlich unwahrscheinlich, dass Transportwege oder gar Ölquellen dauerhaft beschädigt werden. Allenfalls könnte es kurze Ausfälle geben. Die sind aber ohnehin an der Tagesordnung, wie beispielsweise die Förderung in der kriegsfreien Nordsee zeigt. Wir wagen die Prognose, dass der Börsenspuk in Kürze vorüber sein wird.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen gewaltig an. Die Ölbörsen geben die Richtung vor. Sie sind ihrerseits Empfänger starker emotionaler Impulse. Diese werden darüber hinaus in der Preisgestaltung der Vorlieferanten im Binnenmarkt wirksam. Der Auftrieb kommt vielseitig daher. Er knackt die bisher gültigen Preistrends. Kurzfristig weist der Trend nun aufwärts, mittelfristig seitwärts. Das kann sich in den kommenden Wochen durchaus wieder ändern. Eine Prognose, die das Wort verdient, können wir derzeit aber nicht abgeben. Wir können nur darauf hinweisen, dass Heizöl immer noch deutlich günstiger ist als vor 12 Monaten. Wer dem politischen Treiben ängstlich gegenübersteht, sollte sich zur Beruhigung mit Heizöl eindecken. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: USA und Alliierte wollen am syrischen Krieg teilnehmen
Sorge vor erneutem Ausfall Libyens als Öllieferant
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Libyen nimmt erste Öllieferungen wieder auf
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Hohes Ölangebot am Weltmarkt

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: KlausBergmann@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen