Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Im Einfluss guter Konjunkturprognose

Internationaler Markt

Wenn Öl hierzulande teurer wird, dann geschieht das über einen Dollaranstieg. Kaum war die These gestern formuliert, begann der Markt mich abzustrafen. Die Ölnotierungen zogen rasant in die Höhe. Finanzjongleure und Handelsprogramme bekamen einen bullischen Impuls von der IEA (Internationale Energie Agentur). Sie erhöht in ihrem aktuellen Monatsbericht den prognostizierten globalen Nachfrageanstieg von 1,3 auf 1,4 Prozent. Damit trägt sie den guten Konjunktureinschätzungen Rechnung. Nach Jahren des Rückgangs soll der Ölverbrauch in 2014 sogar in den alten Industrienationen zulegen. Bis zum Handelsschluss setzte sich glücklicherweise die fundamentale Einschätzung durch, nach der das Angebot auf alle Fälle schneller wachsen wird als die Nachfrage. Dabei wird die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) vermutlich Marktanteile verlieren und Reservekapazitäten aufbauen. Diese bärische Einschätzung im bullischen Umfeld annullierte den größten Teil des zuvor aufgelaufenen Preisanstiegs. Am Ende kam ein moderates Plus heraus, das auch der charttechnischen Konstellation geschuldet sein könnte. Die These vom Dollar als eigentlichem Gefahrenherd für die Ölpreise in Europa bleibt bestehen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen ein wenig an. Gestern kam der moderate Anstoß von den Ölnotierungen. Der Binnenmarkt ist ruhig. Er trug kaum etwas zum Preisgeschehen bei. Allerdings hat er noch die in der letzten Woche entwickelten Rabatte zu bieten. Weil die kaum steigerbar sind und der Winter an der Tür rüttelt, steckt derzeit mehr Aufwärts- als Abwärtspotenzial in den Preisen. Auch wenn sie mittlerweile etwas höher sind als in der Vorwoche, raten wir Kunden, die demnächst Heizöl benötigen, das Angebot wahrzunehmen. Bei einer 3.000 Liter Bestellung beträgt die Preiserhöhung zur Vorwoche gerade mal 30 € bei einer Gesamtsumme von knapp 2.400 €. Die längerfristigen Aussichten halten wir nach wie vor für freundlich. Der Gefahr eines Dollaranstiegs steht die Chance sinkender Ölnotierungen gegenüber. Wer auf sie setzen will, braucht Risikobewusstsein, Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen über die Preisentwicklung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: IEA Monatsbericht
Gute Wachstumsaussichten für die Weltkonjunktur
Diverse kleinere und mittlere Lieferstörungen
Libyen liefert weiterhin kaum Öl
US-Notenbank pumpt weiterhin viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Konjunktur enttäuscht Finanzjongleure
Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung der US-Exporte erwartet
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet
Saudi Arabien befürchtet erhebliches Überangebot

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