Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Im Seitwärts festgefahren

Internationaler Markt

Die abgeschalteten Rohölpipelines von Kanada in die USA haben ihre bullische Wirkung bereits verloren. Eine Pipeline wurde wieder in Betrieb genommen. Der Verlust der beiden anderen kann die Überversorgung der letzten Monate nicht stören. Die Lage ist unzureichend, um die Ölnotierungen nennenswert in die Höhe zu treiben. Die allgemeine Verunsicherung über die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank und der Rückgang des chinesischen Wirtschaftswachstums nagen am Weltbild der Finanzszene. Deshalb spricht derzeit mehr für fallende als für steigende Kurse an den Börsen. Bei den Devisen führt das allerdings zu einem teureren Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise stiegen gestern. Sie wurden von den Öl- und Dollarnotierungen bewegt. An den Ölbörsen ist ein weiterer Auftrieb eher unwahrscheinlich. An den Devisenmärkten spricht hingegen vieles für einen teureren Dollar. Die Heizölpreise dürften also nur marginale Veränderungen zeigen. Der Binnenmarkt ist weiterhin ohne eigenen Preiseinfluss. Vereinzelt werden lange Lieferzeiten gemeldet. Sie sind die Folge guter Verkäufe im letzten Monat. Die Preistrends in den verschiedenen Fristen sind stabil, kurzfristig seitwärts, mittelfristig abwärts. Die Hoffnung auf eine deutliche Abwärtsbewegung der Heizölpreise muss nicht aufgegeben werden. Sie ist zwar sehr spekulativ, insbesondere weil sie politischer Willkür unterliegt, aber es gibt klare Zeichen, dass sie berechtigt ist. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Einige kleine Infrastrukturstörungen
Nordseeöl kann wegen Wartungsarbeiten vorübergehend knapp werden
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Spannungen um Syrienkonflikt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Bernanke deutet Ende der lockeren Geldpolitik an
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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