Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Italien bekommt eine neue Regierung

Internationaler Markt

Es ist nicht neu, dass in Italien die Regierung oder zumindest der Ministerpräsident häufiger wechselt als man es hierzulande als angemessen empfindet. Dem freundlichen Umfeld, in dem sich der Euro-Kurs zuletzt bewegt hat, wird es nicht Schaden. Die US-Konjunkturdaten fielen mal wieder schlechter aus als erwartet wurde und so konnte der Euro seine letzten Gewinne verteidigen. Auch wenn im deutschen Blätterwald wieder von einer Krise in Italien geschrieben wird, muss dem Umstand Rechnung getragen werden, dass dem Wechsel der Frontfiguren in Italien nicht so viel Bedeutung beigemessen wird, wie in Deutschland. Kurz, es ist einfach nicht schlimm. Natürlich wünschen wir uns in schlechten Zeiten einen festen Punkt an dem man sich ausrichten kann, aber die politische Elite Italiens spielte diese Rolle eigentlich nie. Viel entscheidender dürften die neuen Gedankenspiele der EZB werden, die sich um sog. Negativzinsen drehen. Sollten diese kommen, könnte es dem aktuellen Euro-Kurs eine neue Richtung geben. Aber auch das ist zurzeit nicht zu erwarten.

Die Ölnotierungen verhielten sich uneinheitlich. Am Abend führten neue Meldungen über die Lieferkapazitäten Libyens und einer neuen Kältefront in den USA zu preistreibenden Einflüssen. Die eher preisdrückenden US-Bestandsdaten vom Mittwoch hielten die Preissteigerungen aber in Grenzen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Der Preisnachlass kommt von der günstigen Euro-Entwicklung. Die Ölpreise steuern nur wenig bei. Der milde Winter in Deutschland sorgt für eine schwache Binnennachfrage. Dies zwingt viele Heizölhändler zu Rabattaktionen. Im kurzfristigen Trend geht es stabil abwärts und auch mittelfristig sieht es ebenfalls nach einem weiteren Preisabgang aus. Wer spekulieren will und eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank hat, hat gute Chancen auf einen günstigeren Einkauf. Der aktuelle Heizölpreis ist gemessen an den Vorjahren erstaunlich gut. Wir erreichen in den nächsten Wochen die Situation, dass Heizöl günstiger ist als in den letzten drei Jahren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunkturdaten aus China gut
Öllieferungen aus der Nordsee sollen sinken
Stress vor den Atomverhandlungen mit dem Iran
US-Notenbank pumpt immer noch viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Ende der US-Kälte naht
US-Öl über neue Pipeline besser verfügbar
US-Notenbank drosselt die Geldpumpe weiter
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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