Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Jubel über Stundung des US-Haushaltsproblems

Internationaler Markt

Der US-Haushaltsstreit geht in die Verlängerung. Der Präsident des Repräsentantenhauses und zurzeit oberster Republikaner schlug US-Präsident Barack Obama eine bedingungslose Anhebung der Schuldengrenze vor, deren Volumen gerade so groß ist, dass das Erreichen der Schuldengrenze um vier bis sechs Wochen nach hinten geschoben wird. Obama wird sich diesem Vorschlag nicht entziehen können, hatte er doch eine bedingungslose Zustimmung zur Anhebung der Schuldengrenze verlangt. Die Aktienmärkte verzeichneten mit Bekanntwerden des Vorschlags einen Kurssprung. Ebenso reagierten die Ölmärkte. So schoss der Wert für die Nordsee-Ölsorte Brent um fast drei Prozent in die Höhe. Den Devisenhandel ließ der Vorschlag unbeeindruckt. Der Wechselkurs zwischen Dollar und Euro veränderte sich kaum.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie werden mit den Ölbörsen in die Höhe gezogen. Der Euro hält sich wacker, aber kann dem Preisauftrieb nichts entgegensetzen. Damit ist eingetreten, was wir bereits befürchtet haben. Der kurzfristige Abwärtstrend ist gebrochen. Dennoch ist Heizöl immer noch im Bundesdurchschnitt knapp 11,5 Prozent günstiger als im Vorjahr. Obwohl knapp 60 Prozent unserer Nutzer darauf setzten, dass der Heizölpreis weiter sinkt, treten wir jetzt in einen kurzfristigen Aufwärtstrend. Der muss aber nicht lange anhalten, denn mittelfristig bewegen wir uns sicher im Seitwärtstrend. Wir gehen davon aus, dass sich auch kurzfristig der Preisauftrieb wieder beruhigen sollte. Die Binnennachfrage ist weiterhin stark. Achten Sie deshalb auf regional verlängerte Lieferzeiten. Wegen der Bedeutung aktueller Informationen möchten wir auf unsere Heizölpreise-App für Smartphones hinweisen, die Ihnen überall und jederzeit einen Überblick über die Preise liefert. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
US-Bestandsdaten
US-government shutdown
Globale Rohölnachfrage soll im vierten Quartal sinken

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