Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kälte frisst Heizöl

Internationaler Markt

Die freudige Erwartung zum Wirtschaftswachstum 2014 ist noch frisch, da kommen den Auguren bereits Zweifel. Das prognostische Hin und Her zeugt von geringer volkswirtschaftlicher Kompetenz. Dem von den Eliten gepredigten Anspruch der Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts wird sie in keiner Weise gerecht. Wir dürfen uns fragen, ob die Eliten oder ihre Weltbilder unpassend für die Zeit sind. Während diese Frage noch Jahre hallen wird, gibt es an den Aktienbörsen gegenwärtig Panikreaktionen. Die Notierungen brechen rasant ein. An den Ölbörsen retten sich Finanzjongleure mit einer Kältewelle über die Runden. Die ließ die Heizölvorräte partiell auf historische Tiefstände sinken. Die Rede ist nicht vom kühlen Deutschland, sondern vom bitter kalten Nordosten der USA. Hier, wo das meiste Heizöl weltweit verbrannt wird, ist die Versorgung angespannt. Im aktuellen Gefühl des Überflusses hat man wohl zuviel davon exportiert. Die Ölbörsen reagieren mit steigenden Notierungen unter Führung der US-Heizölkontrakte.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben ein wenig nach. Wieder einmal folgen sie nicht den Öl- und Devisenbörsen, sondern dem schwachen Geschehen am Binnenmarkt. Dort keimen die Rabatte erneut auf. Verbraucher können immer noch günstig kaufen. Wer einen knapp befüllten Tank hat und zum Kauf gezwungen ist, wird das schätzen. Wer lieber auf die im Prinzip verheißungsvolle Preisentwicklung setzt und für den Kauf bessere Tage anpeilt, braucht Risikobewusstsein, Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen. Hinsichtlich des Risikos muss er den Winter und ganz aktuell wieder die Geldpolitik der US-Notenbank auf dem Radarschirm haben. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kältewelle in den USA
US-Bestandsdaten
Winter kommt nach Deutschland
Libyen liefert weiterhin kaum Öl
US-Notenbank pumpt weiterhin viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunkturdaten aus den USA und China schwach
US-Öl über neue Pipeline besser verfügbar
Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet
Saudi Arabien befürchtet erhebliches Überangebot

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