Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kurzfristig wenig Veränderung

Internationaler Markt

Vor dem heutigen OPEC-Treffen in Wien deutet alles darauf hin, dass die Liefermengen nicht reduziert werden. Da der aktuelle Preis über den Erwartungen liegt, sehen die Kartellmitglieder keinen Grund, preisstabilisierende Maßnahmen zu ergreifen. Streit könnte allerdings aufkommen, wenn die Senkungsquoten verteilt werden, die bei vollständiger Rückkehr des Irans und Libyens fällig sind. Ohne eine abgestimmte Absenkung wäre der Markt in dem Fall überversorgt. Der libysche Ölminister sieht das Ereignis für sein Land binnen zehn Tagen kommen. Seine Kollegen nehmen das gelassen. Ankündigungen in der Sache blieben bisher allesamt folgenlos. Folgenlos wird das OPEC-Treffen wahrscheinlich auch für die Preisbildung sein. Mehr Einfluss ist dagegen von der Vergrößerung des Durchsatzes der Seaway Pipeline in den USA zu erwarten, die für Anfang Januar 2014 angekündigt ist. Sie wird den Raffinerien im Süden des Landes billiges US-Rohöl zuführen. Als Folge werden die USA noch mehr Ölprodukte exportieren. Sie sind bereits heute größter Produktenanbieter weltweit. Vor fünf Jahren waren sie noch Produktenkäufer. Dieser Umstand hat erhebliches bärisches Potenzial.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. Die Vorgaben der Börsen sind annähernd neutral. Ölnotierungen wurden teurer. Der Dollar gab nach. Der Binnenmarkt ist ruhig und ohne eigenen Preiseinfluss. Die weiteren Aussichten bleiben durchwachsen. Noch überwiegt ein bullischer Grundton, der im Wesentlichen auf entspanntes Zocken mit massenhaft vorhandenem Geld zurückzuführen ist. Der physische Markt ist gut versorgt, mit der Tendenz zu noch besserer Versorgung. Daher sollte demnächst wieder Abwärtsdruck auf die Preise ins Spiel kommen. Großes wird dabei nicht geschehen, aber drei oder vier Prozent Einsparung bei einer Bestellmenge von 3.000 Liter sollten möglich sein. Wer darauf spekulieren will, sollte die Entwicklung eng verfolgen, am PC oder mit unserer Smartphone-App. Wer wegen eines knappen Tankvorrats bestellen muss, hat keinen Grund, sich zu ärgern. Heizöl ist billiger als vor 12 und vor 24 Monaten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
US-Nachfrage gestiegen
Ausfall zweier Tankerladungen russischen Öls
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Rohölangebot übertrifft Rohölnachfrage
US-Rohölförderung auf 24-Jahres-Hoch
US-Rohölbestände sehr hoch
Geringe US-Ölimporte

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