Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Kuwaitischer Ölminister sieht keine Alternative

Trotz des letzten Anstiegs gehen viele Analysten weiter davon aus, dass die Dynamik der Abwärtsbewegung der Ölpreise zu weiteren Preisnachlässen führt. Außerdem sei die Nachfrage unverändert schwach. Zusätzlich bleibt das Überangebot an Rohöl das bestimmende Thema. So hat auch der kuwaitische Ölminister erklärt, dass das Festhalten an den Förderquoten der OPEC alternativlos sei. Die Mitgliedsstaaten kämpften um Marktanteile. Dies erlaube keine Senkung der Förderquoten. Deutsche Heizölverbraucher kann dies hoffnungsfroh stimmen.

Das Gegenteil liegt beim Euro/Dollar-Kurs vor. Das Verhältnis der beiden Währungen ist deswegen von Bedeutung, weil das meiste Öl in Dollar abgerechnet wird. Verteuert sich der Dollar, weil die Gemeinschaftswährung schwach ist, verteuern sich damit Ölprodukte, wie das Heizöl. Gestern wurden die Gewinne vom Vortag, die aus der Pressekonferenz der amerikanischen Notenbank gezogen werden konnten, wieder abgegeben. Das ging sehr schnell und zeigt auch hier die Kraft der Dynamik. Die expansive Geldpolitik der EZB schwächt den Euro, während die Fed. bekannt gab, dass nun bei jeder Sitzung die Anhebung der Leitzinsen beschlossen werden könnte. Tatsächlich halten die meisten Analysten eine Anhebung vor Juni nicht für wahrscheinlich, dennoch waren die Kursveränderungen vorgestern so stark, dass bereits wieder Gewinne eingefahren wurden und so der Euro wieder an Wert verlor.

Heute Morgen gibt es keine neuen Impulse. Die Notierungen liegen auf dem Niveau der Schlusskurse von gestern. Im Vergleich zu gestern Morgen ergibt sich folgendes Bild. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 521,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 43,62 Dollar und in London zu 54,31 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,9360 Euro . Damit kostet der Euro 1,0683 Dollar .

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bewegen sich deutschlandweit uneinheitlich. Sie verharren deshalb im Durchschnitt im Seitwärtstrend der 3-Monats-Ansicht der aktuellen Heizölpreis-Tendenz. Die Binnennachfrage hat angezogen. Weniger Nutzer als zuletzt glauben noch an einen günstigeren Preis bis zum heutigen Mittag.

Die Heizölverbraucher in Deutschland kaufen wieder auf dem zweitstärksten Niveau. Damit halten sie die aktuellen Heizölpreise für gute Kaufpreise. Die Hoffnung auf tiefere Preise hat nachgelassen und ist um 11 Prozentpunkte auf 76 Prozent gefallen. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Lage entsprechend an.

Den Beobachtern sei gesagt, dass nun in ganz Deutschland das mathematische Tiefpreis-System einen guten Kaufmoment anzeigt. Damit ist der aktuelle Heizölpreis im Vergleich zur jüngeren Vergangenheit gut. Die Gefahr, dass man sich verspekuliert, wächst demnach.

Die Preistrends weisen nur in den längerfristigen Bereichen abwärts. Die Konstellation legt eine Spekulation auf fallende Ölpreise nicht unbedingt nahe, die Überversorgung des realen Markts hingegen schon. Der anhaltend schwache Euro dementgegen nicht. Die Heizölpreis-Entwicklung steckt in einer 50/50 Situation fest.

Unser simpler Rat an alle Unentschlossenen lautet: Wenn Ihr Tank demnächst eine Füllung verlangt, sollten Sie kaufen. Seien Sie einfach mit dem gewaltigen Preissturz, von dem immer noch ein ordentlicher Anteil verblieben ist, zufrieden. Wenn Sie genügend Heizöl im Tank haben, über ein gutes Nervenkostüm verfügen, um unliebsame Preisentwicklungen zu ertragen, und den spekulativen Kick lieben, sollten Sie es riskieren, auf bessere Preise zu setzen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit!

Uns ist Ihre Meinung wichtig. Schreiben Sie mir direkt unter
E-Mail: HeikoHarlapp@esyoil.com

Presse-Kontakt

Weitere Informationen