Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Lage in Ost-Ukraine spitzt sich zu

Internationaler Markt

Die Ölbörsen schienen am vergangenen Freitag erneut mit einem Risiko-Aufschlag ins unsichere Wochenende zu gehen. Am späten Abend gaben die Notierungen dennoch deutlich nach und gingen sogar mit einem Minus aus dem Handel. Leider erwies sich das vergangene Wochenende tatsächlich als unsicher. In der Ost-Ukraine spitzte sich die Lage zu, als immer mehr pro-russische Milizen Verwaltungsgebäude besetzten. Ein sogenannter Anti-Terror-Einsatz gegen diese Milizen hätte das Fass zum überlaufen bringen können. Die russische Regierung warnte die jetzigen Machthaber in Kiew davor, gewaltsam gegen die Demonstranten vorzugehen. In Libyen geht es leider nicht so gut voran, wie es sich die Marktteilnehmer am Anfang der letzten Woche gewünscht hatten. Auch dies könnte leichten Auftrieb geben.

Der Euro hielt sich nach kurzer Berg- und Talfahrt wacker und schloss unverändert zum Handelsbeginn. Im Devisenhandel wurde auf die nun beginnende Woche gewartet. Nach ersten Meldungen ist die Inflationsrate in Deutschland gesunken, was die EZB nach ihren letzten Ankündigungen auf den Plan rufen könnte. Wird die EZB aktiv, fällt der Euro. Dies ist eine Gefahr für günstige Heizölpreise.

Die Charttechnik ist wohl für den späten Abgang zum Handelsschluss am Freitag verantwortlich. Automatisierte Verkaufsorders sorgten für den oben beschriebenen Verlauf. Fundamental scheint sich dieser Automatismus für einige Marktteilnehmer an diesem Montag als Desaster zu erweisen.

Heute Morgen ziehen die Ölbörsen erwartungsgemäß an. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 907,25 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 104,25 Dollar und in London zu 107,90 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 72,18 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise zogen bereits am Wochenende wieder an. Die Unsicherheit in der Ost-Ukraine lässt den Heizölpreis steigen. Die Ölbörsen lassen keine andere Entwicklung zu. Auch unsere Nutzer haben am Wochenende bereits angefangen ihr Heizöl zu kaufen. Zu groß ist die Gefahr, dass in dieser Woche die Heizölpreise weiter steigen. Der kurzfristige Trendkanal zeigt bereits seit Tagen nach oben. Zur Beruhigung lässt sich der günstige Vergleich mit den Heizölpreisen der Vorjahre gut anschauen. Der Handel ist durch die anziehende Nervosität im Binnenmarkt nach wie vor kaum belastet. Von ihm gehen keine Impulse für die Heizölpreis-Entwicklung aus. Unsere Empfehlung lautet: Wer nur wenig Heizöl im Tank hat, sollte jetzt kaufen. Die Chancen für kurzfristig niedrigere Heizölpreise stehen schlecht. Wer Zeit hat, kann eine Beruhigung in der Ukraine-Krise abwarten und entspannt auf günstigere Heizölpreise hoffen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Ukraine-Russland-Krise
Libyen droht zu zerreißen
Ausfälle in Nigeria
Unruhen in Venezuela

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Starker Euro
Zweifel an Chinas Konjunktur
Irak steigert Ölproduktion
USA geben Teil der strategischen Reserven frei
Rohölnachfrage der Raffinerien sinkt zum Frühjahr

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