Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Libyen treibt und in den USA wird es kalt

Internationaler Markt

Die Ölpreise zogen am Freitag ins Wochenende an. Ausgelöst wurde die Preiswende durch Meldungen über die Schließungen libyscher Ölhäfen und wurde durch charttechnische Kauforders verstärkt. Zudem verschlechtert sich das Wetter in den USA. Nicht nur, dass in diesem Fall ein großer Verbraucher die Weltbühne betritt, es hat auch einen psychologischen, preistreibenden Effekt auf die Händler an der New Yorker Börse. Die guten, aber schlechter als erwarteten Arbeitsmarktdaten aus den USA sorgten für eine Deckelung des Anstiegs, weil Spekulanten an der weiter guten wirtschaftlichen Entwicklung der USA zweifelten. Die technischen Impulse sind heute Morgen noch nicht abgearbeitet. Es existiert deswegen sogar Luft nach oben.

Der Euro konnte sich zur Hälfte von dem Sturz am vergangenen Donnerstag erholen. Zum einen waren auch hier die US-Arbeitsmarktzahlen als verantwortlich genannt. Zum anderen werfen gerade die Arbeitsmarktzahlen immer wieder Fragen zur weiteren Vorgehensweise der US-Notenbank auf. Diese hatte zwar Zinserhöhungen in Aussicht gestellt, aber noch nicht festgelegt, wann diese vorgenommen werden. Die Fed hatte sich in der Vergangenheit an den Zahlen des US-Arbeitsmarktes orientiert. Zur Verunsicherung trägt sicher auch das Vorgehen der japanischen Notenbank bei. Diese startet ein weiteres starkes Ankaufprogramm mit niedrigsten Zinsen. Sie versucht die Inflationsrate in Japan auf zwei Prozent zu steigern. Ob dies gelingt, ist natürlich unsicher, aber dass erneut Unmengen von Geld in den Finanzmarkt fließen, ist sicher. Japanische Aktien stiegen entsprechend in der Folgezeit an.

Heute Morgen wird der Anstieg von gestern bestätigt. Auch der Euro hält sich gut. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 746,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 78,87 Dollar und in London zu 83,65 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8011 Euro . Damit kostet der Euro 1,2483 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich nur wenig. Im kurzfristigen Aufwärtstrend laufen sie in der Mitte. Ausnahmsweise werden sie von den Ölpreisen hochgehalten. Ein neuerlicher Preisverfall ist am heutigen Montag für diese Woche noch nicht in Sicht.

Die Binnennachfrage bleibt ruhig, ist im Jahresverlauf aber leicht überdurchschnittlich. Dies entspricht der Jahreszeit. Die Preisentwicklung scheint keinen nennenswerten Einfluss auf die Nachfrage zu haben. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nun etwas höher als durchschnittlich.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist beständig, aber im Grad schwankend. Die Lesereinschätzung steht mit einem Wert von 68 Prozent Zuversicht eher auf einem niedrigen Wert. Diese Einschätzung teilen wir für die nächsten 24 Stunden. Auch unsere Leser warten auf stärkere Signale aus dem Markt.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal mehr. Dies ist folgerichtig, da sich die Heizölpreise in einem kurzfristigen Aufwärtstrend bewegen. Wer die aktuellen Heizölpreise mit den Preisen der Vorjahre vergleicht, kommt zu einem glänzenden Ergebnis für dieses Jahr.

Die Preistrends weisen in den längerfristigen Bereichen abwärts. Im kurzfristigen Bereich zeigt sich eine leichte Aufwärtsbewegung. Auf Jahressicht befinden wir uns gerade am Rand des sehr starken Abwärtstrends. Dieser muss in der nächsten Zeit wohl abgeflacht werden, wenn er nicht ebenfalls eine steigende Note erhalten soll. Sollten Sie weiter spekulieren wollen, sollten Sie dies nicht übertreiben, sonst kann die Spekulation in einem persönlichen Misserfolg enden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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