Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Luft ist raus, warten auf US-Bestände

Internationaler Markt

Nach der Zypernrettung ist vor der Zypernrettung. Die zyprische Zentralbank bereitet sich auf die Erteilung von Notkrediten für kleine Geldhäuser des Inselstaates vor. Angeblich werden weitere 2,5 bis 3 Mrd. Euro benötigt, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Diesen Antrag hat die EZB wohl vorliegen. Das letzte Wort ist darüber noch nicht gesprochen, aber das Einlegen eines Vetos durch die EZB ist unwahrscheinlich. Das Thema Zypern ist aber nur noch eine Randerscheinung. Nach der Verunsicherung durch den Eurogruppen-Chef Dijsselbloem ist nun die Luft raus. Der Euro bewegte sich gestern kaum noch im Verhältnis zum Dollar. Die Ölnotierungen zogen dafür an. Zunächst gute Konjunkturdaten gaben hierfür den Anlass. Später veröffentlichte Daten waren zwar ernüchternd, hinterließen aber einen geringeren Eindruck. Die Marktteilnehmer warten auf die Daten zu den US-Ölbeständen, die wöchentlich veröffentlicht werden und am heutigen Mittwoch wieder bekannt gegeben werden.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen deutlich. Dies folgt aus den anziehenden Ölnotierungen. Dennoch bleiben die Heizölpreise auf einem generell günstigen Niveau, wie unser Heizöl-Tiefpreis-Chart zeigt. Der vergangene März war bis jetzt 6,2 Prozent günstiger als der März des Vorjahres und 3,1 Prozent günstiger als der Februar 2013. Das erste Quartal 2013 war damit 4,5 Prozent günstiger als das vierte Quartal 2012. Der März 2013 war der günstigste Monat seit dem Sommer 2012. Rechnerisch haben wir einen guten Kaufmoment erreicht. Wer jetzt kauft, hat zumindest in Relation zur Vergangenheit einen guten Preis erwischt. Allerdings schießt der Heizölpreis jetzt aus dem kurzfristigen Abwärtstrend. Ob hier schon von einer Trendwende gesprochen werden kann, wird sich erst in den nächsten Tagen zeigen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Einigung in der Zypern-Frage
US-Förderung steigt deutlich
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder

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