Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Marktkonforme Entwicklung

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen beschleunigen ihren Abwärtstrend. Damit spiegeln sie die gute Angebots- und die schwache Nachfragesituation des physischen Markts wider. Effekte reiner Finanzmarktaktionen, wie sie beim Zyperntheater auftraten, sind momentan nicht zu erkennen. Der Wert des Euros ist dadurch ein wenig aufgebessert. Die Grundsituation des Ölmarkts ist so gut wie lange nicht mehr. Fast alle Quellen sprudeln ungestört. Einige sogar besser als erwartet. Nach dem Abfeiern des erhofften und teilweise bereits eingetretenen US-Ölbooms wird nun eine, zwar schwächere, im Kern aber ähnliche Situation für die Nordsee bejubelt. Dass all die schönen Quellen nur temporär mehr Öl liefern können, als vor Kurzem noch prognostiziert wurde, wird für einige Zeit vergessen. In Kombination mit den angeschlagenen Ökonomien der Welt ergibt sich dabei eine freundliche Lage für Ölverbraucher. Einen schnellen Durchmarsch zu sehr viel tieferen Notierungen sollte man dennoch nicht erwarten. Die unzureichende und in die Jahre gekommene Transportinfrastruktur wird immer wieder preisstabilisierend wirken. Außerdem wird ein hohes Preisniveau benötigt, um die Quellen lebendig zu halten. Bei längerfristig tiefen Ölnotierungen würden viele Quellen versiegen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise haben den Zypernschock endgültig überwunden. Sie setzen ihren Lauf dort fort, wo sie zuvor gestört wurden. Zuletzt sorgten Öl- und Dollarkurse gemeinsam für den starken Rücksetzer zur marktnahen Preisbildung. Aufgrund der freundlichen Preise und des langen Winters ist der Binnenmarkt etwas belebter. Negative Auswirkungen auf die Margen bleiben dennoch gering. Vor einigen Tagen konnte man es ahnen, heute ist es gewiss. Heizöl kostet nicht nur weniger als vor einem, sondern als vor zwei Jahren. Und der Preistrend weist weiter abwärts. Nach dem starken Absturz der letzten Tage liegt nun allerdings eine Gegenbewegung in der Luft. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US-Arbeitslosenzahlen
US- und Nordseeförderungen steigen
Südsudan kehrt als Lieferant zum Markt zurück
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt

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