Unseren neuen Kommentar für den 21.11.18 finden Sie hier.


Heizölpreise: Neue Hoffnung wegen schlechter Konjunktur

Internationaler Markt

Während hierzulande die Konjunktur wieder etwas freundlicher gesehen wird als zuletzt, wird dies in den USA anders gesehen. Die Teilnehmer an den Ölbörsen sind von der Konjunkturerwartung in Europa und China enttäuscht. Aber auch in den USA wird nicht alles rosarot gesehen. Somit geht das börseninterne Gespenst der Überversorgung des Marktes um, das für fallende Ölpreise sorgt. Die zuletzt gewonnenen Höhen scheinen erneut ins Wanken zu kommen. Zusätzlich hat Saudi-Arabien die Ankündigung einer Preissenkung wahrgemacht. Zurzeit nur für die USA, aber diese Senkung zeigte auch Wirkung für alle anderen Ölpreise. Gestern Abend war es dann soweit. Die Kurse gaben nach und die technischen Anschlussverkäufe sorgten für einen ordentlichen Abgang. Die Unterstützungsmarke von 80 Dollar pro Barrel der US-Sorte WTI wurde gerissen und zog etliche Verkaufsorders nach sich. Leider ist das Gespenst kein verlässlicher Partner für tiefe Ölpreise.

Der Euro konnte sich trotz der starken Bewegungen am Ölmarkt behaupten, sodass wir Hoffnung haben, dass sich nach den letzten Preisanhebungen eine Entspannung einstellen könnte. Der Euro wurde von den relativ guten Aussichten in Deutschland getragen. Insbesondere der Maschinenbau und die Stahlindustrie schauen aktuell positiv in die Zukunft. Was gut für den Euro ist, ist gut für den deutschen Heizölverbraucher. Ein starker Euro macht den Ölimport billig und damit das Heizöl günstig.

Heute Morgen wird der Abgang von gestern Abend bestätigt. Auch der Euro kann sich gegenüber dem Dollar behaupten. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 739,50 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 78,22 Dollar und in London zu 84,10 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7986 Euro . Damit kostet der Euro 1,2522 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie wurden in den letzten Tagen deutlich nach oben gezogen. Der Trendkeil löste sich leider in einem kurzfristigen Aufwärtstrend auf. Ob die Aufwärtsbewegung in dieser Dynamik hält, wagen wir wegen der internationalen Marktlage zu bezweifeln.

Der Binnenmarkt verhält sich abwartend. Er ist deutlich ruhiger als in den letzten Wochen. Das ist die direkte und vollkommen richtige Reaktion auf die letzten Preissteigerungen. Dennoch raten wir immer zu einer Prognose-Entscheidung im Gegensatz zur Vergangenheitsbetrachtung. Sie sollten sich also die Frage stellen, ob es wahrscheinlicher ist, dass der Heizölpreis innerhalb der Ihnen zur Verfügung stehenden Zeit sich so entwickelt, dass Sie ohne Notbestellung zu einem günstigeren Einkauf gelangen, egal wie der Preis vorher stand. Der Handel hat weiterhin gut zu tun, sodass die Lieferzeiten nur langsam sinken. Für Notbelieferungen findet sich allerdings immer ein Anbieter. Das ist nur eine Frage des Aufschlags. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nun etwas höher als durchschnittlich.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist beständig, aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Lesereinschätzung steht mit einem Wert von 68 Prozent Zuversicht eher zurückhaltend da. Wenn die Heizölpreise wirklich günstiger erwartet werden, liegt der Wert gerne über 80 Prozent. Die Medien haben von dem letzten Preisanstieg noch nichts mitbekommen. Das irritiert naturgemäß.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal mehr. Durch den letzten Preisanstieg ist dies auch kaum möglich und leicht verständlich. Noch vor kurzem stand der Preis deutlich tiefer. Allerdings sollte man zumindest zum Trost auf den Vergleich mit den Vorjahren verweisen. Dieser kommt zu einem glänzenden Ergebnis für dieses Jahr.

Die Preistrends weisen in den längerfristigen Bereichen abwärts. Im kurzfristigen Bereich ist der Abwärtstrend beendet. Der Preiskeil muss zugunsten eines Aufwärtstrends aufgegeben werden. Dieser könnte bald wieder drehen. Letztendlich bleibt aber nur die Tatsache, dass es zurzeit schlicht in die falsche Richtung geht. Man selbst sollte die Spekulation deswegen nicht übertreiben, sonst kann sie in einem persönlichen Misserfolg enden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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