Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Neue US-Bestandsdaten treiben an

Internationaler Markt

Am gestrigen Mittwoch sind die wöchentlichen Veränderungen in den US-Lagerbeständen veröffentlicht worden. Diese geben einen eher preistreibenden (bullischen) Impuls ab, der sich in den Ölnotierungen in London und New York niederschlug. Insbesondere der Abbau der Rohölbestände trotz sinkender Raffinerieauslastung ließ die Ölpreise steigen. Gute US-Konjunkturdaten unterfütterten den Auftrieb. Die Nachfrage zog entsprechend an, sodass sich das Bild einer mehr verbrauchenden, besser laufenden US-Wirtschaft komplettierte.

Die entsprechenden Zahlen von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute), den beiden für die US-Bestandserhebung zuständigen Institutionen, lauten wie folgt:

Rohöl: -1,8 Mio. Barrel (DOE) bzw. -1,8 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,4 Mio. Barrel (DOE) bzw. +0,8 Mio. Barrel (API)
Benzin: +1,6 Mio. Barrel (DOE) bzw. +2,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Abbau von -0,6 (DOE) bzw. ein Aufbau +1,4 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung fällt auf 90 Prozent. Dem DOE wird eine höhere Verlässlichkeit zugesprochen, sodass der bullische Impuls überwiegt.

Der Euro blieb stabil. Heute wird die EZB nach ihrer Sitzung die weitere Zins- und Geldpolitik bekannt geben. Obwohl insbesondere aus Frankreich eine weitere Lockerung verlangt wird und auch die OECD weitere Aktivitäten der EZB fordert, erwarten die meisten Marktbeobachter, dass der Zinssatz unverändert bleibt und unkonventionelle Maßnahmen nicht ergriffen werden. Dies entspricht der Haltung der Bundesregierung und der deutschen Bundesbank. Der stabile Euro dämpft den Auftrieb des Heizölpreises, der ansonsten durch gestiegene Ölpreise und damit gestiegene Importpreise angetrieben wird.

Heute Morgen bestätigen die Ölbörsen die Notierungen von gestern. Die Tonne Gasöl kostet 906,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,79 Dollar und in London zu 107,98 Dollar gehandelt. Der Euro steht bei 1,3914 Dollar.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen an. Sie werden vom Anstieg der Ölnotierungen befeuert. Der Heizölpreis ist immer noch günstiger als in den vergangenen Jahren. Er kreuzt aber die Werte aus dem Jahr 2011. Wir denken, dass der Heizölpreis in Kürze auch wieder günstiger als im Jahr 2011 sein wird, weil die Preise im Mai und Juni 2011 stark anstiegen. Der Binnenmarkt erwacht aus seiner Frühjahrsmüdigkeit. Anlass hierfür sind günstigere Preise, die in der Anfangsphase der Ukraine-Krise stark anzogen. Unser Tiefpreissystem ermittelt einen mathematisch günstigen Kaufzeitpunkt. Dennoch sind viele Nutzer noch der Meinung oder der Hoffnung, dass die Heizölpreise weiter fallen. Unsere Empfehlung: Unser Tiefpreissystem hat in der Vergangenheit oft gute Kaufmomente aufgezeigt. Die Heizölpreise befinden sich am unteren Rand des Abwärtskanals. Weil die politische Lage in der Ukraine weiter unsicher ist, folgen wir der Mathematik und sprechen uns für einen Heizölkauf aus. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Libysche Ölindustrie kommt nicht auf die Beine
Freundliche US-Konjunkturzahlen
Weniger Öl aus der Nordsee

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturdaten aus China
EIA Monatsbericht
Rezessionsgefahr in Russland
Verhandlungen um iranisches Atomprogramm

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