Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Neues von den Statistikern

Internationaler Markt

In ihrem aktuellen Monatsbericht bekräftigt die EIA (Statistikbehörde des US-Energieministeriums) die entspannte Lage am Ölmarkt. Das globale Angebot soll in den kommenden Monaten stärker wachsen als bisher angenommen. Die globale Nachfrage wird in der Prognose leicht reduziert. Dennoch erwarten die US-Statistiker höhere Rohölpreise als in früheren Schätzungen. Sie begründen das mit wachsenden geopolitischen Spannungen.

Den Löwenanteil der steigenden Förderung bringen die USA ein. Aktuell beträgt die jährliche Zunahme rund neun Prozent. Gegenüber der letzten Hochrechnung wurde das Plus um ein Prozent angehoben. Das ist zweifelsfrei ein bärischer Umstand für den Gesamtmarkt. Das medial gepflegte Bild eines ölstrotzenden Landes trifft allerdings nicht zu. Der Selbstversorgungsgrad der USA beträgt derzeit 45 Prozent. Im kommenden Jahr soll er auf 49 Prozent steigen.

Die Förderschätzung für die OPEC wurde leicht reduziert. Dieser Umstand trägt der geringeren Nachfrage nach Öl des Kartells Rechnung. Da die Möglichkeit zu einem größeren Ausstoß vorhanden ist, können die kalkulierten Reservekapazitäten höher angesetzt werden. Auch diese Annahme ist bärisch zu bewerten.

Chinas Wirtschaftskraft gemäß BIP folgt nach den USA auf Platz drei der Weltliga. Ganz oben steht die EU. Beim Ölverbrauch sind die USA an der Spitze gefolgt von der EU und China. Wachstumslokomotive ist China mit einem BIP-Plus von gut sieben Prozent und einem Plus beim Ölverbrauch von vier Prozent. Für die USA setzen die Statistiker keine Veränderung des Verbrauchs an. Die EU senkt ihren Ölverbrauch seit Jahren. Damit wird das chinesische Verbrauchswachstum ab 2006 annähernd kompensiert.

Die europäischen Rohölpreise sollen nach Berechnungen der EIA sinken. Viel kommt dabei in diesem Jahr allerdings nicht heraus. Frühere Prognosen klangen freundlicher. Dieser Umstand ist in erster Linie der Ukraine-Krise geschuldet. Im nächsten Jahr sollte der Preisrückgang mehr Zählbares bringen. Unter 100 Dollar pro Barrel im Jahresmittel wagen sich die Statistiker in ihren Prognosen aber nicht.

Heute Morgen ist wie gestern Morgen. Den Preisen ist noch keine Tagestendenz zu entlocken. Gleichwohl besteht begründete Hoffnung, dass sie zu Handelsschluss tiefer stehen. Die Tonne Gasöl kostet 899,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,20 Dollar und in London zu 107,34 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 71,85 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise verstärken ihren Abwärtskurs. Die Vorgaben dazu kommen von den Öl- und den Dollarnotierungen. Der Binnenmarkt ist in südlichen Landesteilen belebter als in den letzten Tagen. Dort werden die der schwachen Nachfrage geschuldeten Rabatte nun verschwinden, so dass der Preisrückgang gedämpft wird. In unserem Heizölkauf-Barometer ist aufgrund der gesamtdeutschen Betrachtung nur eine geringe Verbesserung zu erkennen. Das liegt an der Kaufunlust der Nordlichter. Unser Tiefpreis-System signalisierte bereits am Wochenende die gute Lage im Süden, der die Kunden durch Käufe folgen. Diese dürfte nach unserer Einschätzung bald auch im Norden zu Tage treten. Die Kundenerwartung spiegelt das wider. Die Aussichten stehen gut, dass das allgemeine Dreijahrestief der Heizölpreise noch vor dem Sommer unterschritten wird.

An dieser Stelle weisen wir üblicherweise auf den Sinn verbrauchsreduzierender Maßnahmen und Verhaltensweisen hin. Heute erinnern wir an die seit dem 1. Mai bestehende gesetzliche Pflicht hierzu. Außerdem besteht die Pflicht zur Energietransparenz, das heißt zur Darstellung des Wärmebedarfs einer Immobilie. Beides, Erhöhung der Effizienz und Energieausweispflicht, besteht allerdings nur im Fall von Vermietung und Verkauf. Bei uns finden Sie Technik und Hilfe für die Darstellung des Wärmebedarfs. Für das eigene Haus ist der e-Peilstab geeignet. Ein Protokoll des Verbrauchs mit Auswertungsmöglichkeiten können Sie mit esytrol erstellen. Sollten Sie den Wärmebedarf einer vermieteten Immobilie aus der Ferne analysieren wollen, hilft Ihnen unser t-Peilstab weiter. Wenn Sie Maßnahmen zur energetischen Sanierung Ihres selbstbewohnten Hauses planen, empfiehlt sich ebenfalls die Protokollierung des Wärmeverbrauchs. Damit können Sie später Versprechungen Ihrer Dienstleister und Handwerker kontrollieren.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Libysche Ölindustrie kommt nicht auf die Beine
Freundliche US-Konjunkturzahlen
Weniger Öl aus der Nordsee

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache Konjunkturdaten aus China
EIA Monatsbericht
Rezessionsgefahr in Russland
Verhandlungen um iranisches Atomprogramm

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