Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Noch ein entspannender Impuls

Internationaler Markt

Chinas Wirtschaftswachstum scheint weiter zurückzufallen. Darauf deutet eine in der Nacht veröffentlichte Vorabschätzung zur Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes hin. Ob die Wachstumsschwäche Auswirkungen auf die physische Ölnachfrage hat, ist ungewiss. In der Logik der Finanzjongleure wirkt sie auf alle Fälle bärisch. Für derartige Impulse ist die Szene in diesen Tagen offen. Nach dem Preisanstieg des letzten Monats verlangt die Charttechnik eine konsolidierende Entspannung. Der kurzfristige Aufwärtstrend wird davon vermutlich nicht betroffen sein. Er hat noch Luft nach oben. Das ist zumindest der Fall, wenn der übergeordnete Trend aus der Preisbewegung der letzten zwei Jahre abgeleitet wird. Die verläuft seitwärts, wie dieser Grafik zu entnehmen ist. Sie hilft aber auch, Ängste vor einem Ausbrechen der Ölpreise in deutlich höhere Gefilde zu beruhigen. Sowohl die Charttechnik als auch die fundamentale Lage, insbesondere Angebot und Nachfrage, tragen keine Anzeichen, die in naher Zukunft einen längerfristigen Aufwärtstrend rechtfertigen könnten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Gestern waren die Devisennotierungen dafür maßgeblich. Für den Euro läuft es trotz widriger Umstände in Europa gut. Der Binnenmarkt ist im Sommerloch. Er trägt nichts zum Preisgeschehen bei. Noch ist der kurzfristige Aufwärtstrend durch den Rückgang unberührt. Vermutlich wird er die Preisrichtung in den kommenden Tagen und Wochen auch vorgeben. Wir lassen uns allerdings gerne vom Gegenteil überraschen. Die mittel- und längerfristige Entwicklung sehen wir ohnehin entspannt, da wir keinen dauerhaften Aufwärtstrend erwarten. Eher können wir uns einen erneuten Preisrückgang im Laufe des Jahres vorstellen. Diese Hoffnung leiten wir aus der Dreijahresansicht ab, in der der aktuelle Trend klar abwärts gerichtet ist. Heizöl ist aktuell übrigens deutlich billiger als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
US-Rohölbestandsdaten sinken
Ägypten ist ein Problemfall
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Hohes Ölangebot am Weltmarkt

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