Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Nur nicht beunruhigen lassen

Internationaler Markt

Die Lage am Ölmarkt ist seit zweieinhalb Jahren stabil. Das Angebot ist üppig, die moderat steigende Nachfrage ist gut bedienbar und für unvermeidlich auftretende Störungen ist immer eine Reserve vorhanden. Konsequenterweise sind die Rohölnotierungen im Mittel stabil, wie diese Grafik zeigt. Der Durchschnittspreis seit Juni 2011 beträgt 110,34 Dollar pro Barrel. Aktuell kostet Rohöl der Sorte Brent 111,63 Dollar pro Barrel. Ähnlich verhält es sich mit dem Gasöl, dem Basiswert für Heizöl. Sein Durchschnittspreis beträgt im gleichen Zeitraum 956,78 Dollar pro Tonne. Aktuell kostet es 945,75 Dollar pro Tonne. Rohöl ist heute also etwas teurer als im Mittel, Gasöl etwas billiger. Die Preisabschätzung für heimische Ölprodukte verlangt die Verrechnung mit dem Dollar. Anders als die Ölcharts zeigt diese Grafik für die Gegenwart einen Abwärtstrend. Er verschiebt die Preise zugunsten der Verbraucher. Der Mittelwert im betrachteten Zeitraum beträgt 75,57 Eurocent pro Dollar. Aktuell liegt ein Wert von 72,64 vor. Das Ölangebot sollte in den kommenden Monaten, eventuell sogar Jahren, mindestens so stark wachsen wie die Nachfrage. Insofern kann der Seitwärtstrend als mehr oder minder stabile Basis für die weitere Preisentwicklung angesetzt werden. Da die US-Notenbank weiterhin eine recht freizügige Geldpolitik betreibt, ist ein fortgesetzter Dollarrückgang wahrscheinlich. Verbrauchern bietet sich damit auch längerfristig eine beruhigende Konstellation für die Preisentwicklung. Im Tagesgeschehen sehen die Dinge oft ganz anders aus. Die Finanzszene neigt dazu, kleine Ereignisse groß zu bewerten. Daraus entsteht das Preisgezappel und davon lebt die Börse.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich aktuell kaum. Die Vorgaben durch die Börsen sind neutral. Der Binnenmarkt ist ruhig. Er hat aktuell keine Bedeutung für die Preisbildung. Wie oben dargestellt sind die Preisaussichten beruhigend. Nur wer Heizöl mit Jahrzehnte alten Preismaßstäben misst und die Ressourcen- und Geldentwicklung missachtet, wird enttäuscht werden. Wer die herrschende Wirtschafts- und Finanzpolitik realistisch betrachtet, kann zumindest den Perspektiven für die Heizölpreise etwas Gutes abgewinnen. Darüber hinaus erlaubt das absurde Börsengeschehen den einen oder anderen Vorteil beim Heizölkauf dingfest zu machen. Im oben betrachteten Zeitraum beträgt der bundesdeutsche Mittelwert der Heizölpreise 85,65 Cent pro Liter bei einer Referenzmenge von 3.000 Liter. Aktuell kostet Heizöl 82,34 Cent. Es ist also vorteilhaft bepreist. Ein Bonus aus einer besonders günstigen Börsenlage ist darin noch nicht einmal enthalten. Den wird es in zyklischer Unregelmäßigkeit weiterhin geben. Wenn Sie die Entwicklung eng verfolgen, am PC oder dem Smartphone, können Sie etwas daraus machen. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute US-Konjunkturdaten
Libysches Öl kommt allenfalls tropfenweise zurück in den Markt
Diverse kleinere und mittlere Lieferstörungen
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Saudi Arabien befürchtet erhebliches Überangebot
FED probt den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik
Weitere Steigerung der US-Exporte erwartet
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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