Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Obama will nicht

Internationaler Markt

Es ist kaum zu glauben. Der US-Präsident hat den Vorschlag der Republikaner abgelehnt, die US-Schuldengrenze vorläufig zu heben. Er begründet dies mit dem Argument, nicht kurz vor Weihnachten die gleiche Diskussion führen zu müssen. Es läuft alles auf einen echten Endspurt bis zum 17. Oktober hin. Bis dahin sollen die Finanzmittel noch reichen. Einige Experten gehen davon aus, dass durch Umschichtungen immer noch Zeit bis Anfang November ist. Aber dann ist Schluss. Kaum jemand glaubt, dass sich die Verhandlungen so lang hinziehen werden. Wegen der Schließung der US-Behörden wird wahrscheinlich auch die Veröffentlichung der US-Bestandsdaten ausfallen. Dies wird direkte Auswirkungen auf den Börsenhandel haben, weil sich dadurch das Risiko erheblich erhöht. Außerdem geht von der fehlenden Geschäftstätigkeit der US-Regierung ein Preisdruck auf die Ölkurse aus. Der Euro kann die Schwäche des Dollars nicht nutzen. Zu viele Unwägbarkeiten befinden sich immer noch im Euro-Raum. Da ist zum einen Italien und zum anderen Griechenland. Letztere wollen nun fällige Staatsanleihen gegen länger laufende Anleihen tauschen. Das ist natürlich Wasser auf den Mühlen der Euro-Skeptiker.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Sie zogen mit den Ölbörsen und Devisenmärkten mit. Heute Morgen dreht sich der Wind bereits wieder. Die Ölbörsen ziehen an. Die Heizölpreise könnten diese Woche noch ein wenig unter die Räder der US-Politik geraten. Allerdings hatte schon der vorläufige Vorstoß der Republikaner einen unheilvollen Effekt auf die Preise. Sie stiegen an. Das erwarten wir auch im Fall einer Lösung des Haushaltsstreits in den USA. Noch ist der Preis sehr viel günstiger als im letzten Jahr. Wer spekulieren will, kann dies natürlich im Hinblick auf die radikale republikanische Tea Party tun. Wegen der Bedeutung aktueller Informationen möchten wir auf unsere Heizölpreise-App für Smartphones hinweisen, die Ihnen überall und jederzeit einen Überblick über die Preise liefert. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
US-Bestandsdaten
US-government shutdown
Globale Rohölnachfrage soll im vierten Quartal sinken

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