Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Ohne Daten keine Bewegung

Internationaler Markt

Der am Freitag gemeldete Tropensturm im Golf von Mexiko zog ohne nennenswerte Schäden über die US-Ölanlagen hinweg. Viele dieser Anlagen wurden aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Sie gehen nun wieder in Betrieb. Einen relevanten Förderausfall gab es nicht. Der US-Markt ist aus anderen Quellen gut versorgt. Zudem befindet er sich nach dem Ende der Fahrsaison in einer Phase schwächerer Nachfrage. Finanzjongleure finden nach diesem kleinen Intermezzo derzeit nur bärische Indizien für ihre Ölpreisspekulation. Zu Effekten lassen sie diese allerdings nicht kommen. Die Szene scheint genauso blockiert zu sein wie die US-Politik, die nicht den Eindruck erweckt, dass sie den Government shutdown in Kürze beenden könne. Die prekäre Lage wäre bestens geeignet, sämtliche Börsen in den Keller rauschen zu lassen. Dass das nicht geschieht, könnte an der fehlenden Datenflut liegen, die durch die Zwangsbeurlaubung der US-Beamten verursacht ist. Den Handelsprogrammen, die die Börsenpreise in Fahrt halten, fehlt dadurch das Futter. Offensichtlich haben Menschen im Börsengeschehen nicht mehr viel zu melden. Die Notierungen tendieren im kurzfristigen Bereich seitwärts.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen ein wenig an. Am Freitag kamen die Vorgaben dazu nicht von den Öl-, sondern von den Devisenbörsen. Die Bewegung folgt keinem klaren Trend. Sie ist erratisch. Der Binnenmarkt ist in diesen Tagen etwas belebter. Der Feiertag mit dem verlängerten Wochenende bremste zwar die Bestellungen, aber auch die Lieferungen. Die Folge sind geringe Preisaufschläge, über die es sich nicht zu ärgern lohnt. Die weiteren Preisaussichten sehen wir recht freundlich. Wir sind allerdings irritiert, dass dies noch nicht in klingender Münze sichtbar wird. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass das Abwärtspotenzial tatsächlich geringer ist, als wir es in der Marktlage zu erkennen glauben. Aus diesem Grund unterstreichen wir erneut, dass 3.000 Liter Heizöl aktuell im Bundesdurchschnitt elf Prozent günstiger sind als vor zwölf Monaten. Nicht zur Spekulation neigende Verbraucher sollten diesen Umstand als Kaufgrund verstehen. Wer spekulieren will, sollte die Preisentwicklung eng verfolgen. Neben dieser Internetseite steht Ihnen dazu unsere Smartphone-App zur Verfügung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
US-Bestandsdaten
US-government shutdown
Globale Rohölnachfrage soll im vierten Quartal sinken

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