Unseren neuen Kommentar für den 02.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Oil is coming home

Internationaler Markt

Vor gut 150 Jahren begann das Ölzeitalter in Pennsylvania, USA. Es sollte das menschliche Leben und das Gesicht der Erde gewaltig verändern. Die USA waren während der ganzen Zeit die dominante Ölmacht, zunächst als Produzent und Verbraucher, später als Hegemonialmacht und Verbraucher. 1970 erreichte die Förderung im eigenen Land ihren Höhepunkt (Peak Oil). Ab 1985 fiel sie steil abwärts. Die Fördermacht USA wurde von der Sowjetunion, wie die Russische Förderation damals noch hieß, überholt und 1991 auch von Saudi Arabien. In den letzten Jahren wendete sich die Fördergeschichte aufgrund neuer Technologien und hoher Preise, die die Technologieanwendung erst ermöglichen. Seit 2007 steigen die selbstproduzierten Ölmengen der USA wieder an. In ihrem gerade erschienenen Jahresbericht prognostiziert die IEA (Internationale Energie Agentur) dem Land die Rückeroberung der Spitzenposition unter den Fördermächten im Jahr 2015. Das Produktionswachstum soll bis 2020 anhalten. Es sieht so aus, als sollte die Peak Oil Marke des Jahres 1970 bis dahin eingestellt werden. Ab 2025 beginnt die US-Produktion laut IEA dann wieder zu fallen. Zusammen mit Kanada, das ebenfalls über starke Ölkapazitäten verfügt, wird Nordamerika für einige Jahre die wichtigste Ölregion der Erde sein. Die Bedeutung der OPEC wird in dieser Phase zurückgehen. Die Auswirkung der vorhergesagten Entwicklung spüren wir seit einiger Zeit in den Ölnotierungen. Sie sind recht stabil mit einer homöopathischen Dosis Preisabgang. Den Menschen und ihrer Wirtschaft eröffnet sich eine neue Möglichkeit, aus einer einigermaßen geordneten Lage heraus zukunftsfähige Veränderungen vorzunehmen. Die sind nötig, um den gegen 2020 zu erwartenden nächsten Preisanstieg verkraften zu können.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise tendieren weiter abwärts. Aktuell zappeln sie im Bundesdurchschnitt bei 80 Cent pro Liter bezogen auf eine 3.000 Liter Liefermenge. Der Abstieg wurde gestern durch den Dollar getrieben. Die Ölbörsen waren eher bullisch gestimmt. Im Dollar steckt noch mehr Potenzial für freundliche Heizölpreise. Der Binnenmarkt ist verhältnismäßig ruhig. Er hat keine preisbeeinflussende Wirkung. Wer auf sinkende Heizölpreise spekulieren möchte, sollte das Preisgeschehen eng verfolgen, am PC oder mit dem Smartphone. Mit etwas Geduld und Standhaftigkeit bei Gegenbewegungen kann wahrscheinlich ein guter Kaufmoment aufgespürt werden. Dem „Antispekulanten“ sei mitgeteilt, dass der Preis gerade nahe einem Zweijahrestief steht. Das ist allemal ein Kaufgrund. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Entwicklung in Libyen
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC erhöht Angaben über Ölschiefervorkommen
Geringe US-Ölimporte
Ölangebot übertrifft Ölnachfrage

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