Unseren neuen Kommentar für den 21.08.17 finden Sie hier.


Heizölpreise: Preisnachlass zum Wochenende

Internationaler Markt

Am Donnerstag wurde der aktuelle Monatsbericht der OPEC (Organisation Ölexportierender Länder) veröffentlicht. Laut diesem Bericht wird für dieses und für das kommende Jahr eine höhere Nachfrage erwartet. Dennoch geht auch die OPEC davon aus, dass die Überversorgung in 2018 noch nicht gänzlich ausgeglichen sein wird. Nach der Veröffentlichung des Berichts stiegen die Ölpreise etwas an. Kurze Zeit später fielen sie jedoch wieder auf ihr Ausgangsniveau zurück.

Zum einen setzten die US-Aktienmärkte die Ölbörsen unter Druck. Zum anderen konnten die Zweifel an einem nachhaltigen Erfolg des Kürzungsabkommens immer noch nicht ausgeräumt werden. Der monatliche Bericht der OPEC veröffentlicht unter anderem Förderdaten, welche von den Mitgliedsländern an die Zentrale in Wien gemeldet werden. Bei genauerer Betrachtung der veröffentlichten Daten fällt auf, dass Saudi-Arabien, Libyen und Ecuador für den Monat Juli noch gar keine verwertbaren Daten nach Wien direkt lieferten. Hinzu kommen die Ergebnisse der Sitzung des technischen Komitees zur Überwachung der Förderkürzungen, welche Anfang der Woche stattfand. Es wurde zwar beschlossen Maßnahmen einzuführen, welche die Umsetzungsquote der Mitglieder des Abkommens erhöhen sollen. Offen blieb jedoch, wie diese Maßnahmen aussehen werden. Dafür wird es am 21. August ein neues Treffen des Komitees geben. So setzte der Monatsbericht der OPEC keine nachhaltigen Impulse. Die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer richtet sich nun auf den heute erscheinenden Monatsreport der IEA (International Energy Agency).

Unsere Gemeinschaftswährung wurde gestern von enttäuschenden US-Konjunkturdaten begünstigt und konnte sich im Laufe des Tages von der Abwärtsbewegung am Donnerstagvormittag weitgehend erholen.

Die Notierungen für Rohöl starten heute Morgen deutlich niedriger als gestern in den Tag. Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) kostet zurzeit 48,32 Dollar . Die Nordseesorte Brent steht bei 51,65 US-Dollar das Barrel. Eine Tonne Gasöl wird zu 479,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar ist heute Morgen für 0,8505 Euro zu haben. Damit kostet der Euro 1,1753 Dollar . Die Pfeile zeigen die Veränderung der Preise im Vergleich zum Handelsauftakt des Vortages an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise unterbrechen ihren Anstieg der letzten Tage. Aufgrund der aktuellen Preisentwicklung am Ölmarkt geben sie heute Morgen deutschlandweit nach. In der kurzfristigen 3-Monats-Ansicht unserer aktuellen Heizölpreis-Tendenz ist die neue Abwärtsbewegung sehr gut zu sehen.

Das Interesse an Heizöl ist im Binnenmarkt nach wie vor sehr verhalten. Zu dieser Jahreszeit denken nur wenige Heizölnutzer über ihren Tankvorrat nach. Beobachtet wird der Preis meist nur, wenn der Heizöltank es verlangt. Um sich vor einem erneuten Preisanstieg abzusichern, schlagen eben diese Beobachter auch direkt zu.
Die Kaufbereitschaft unserer Nutzer steht aktuell auf dem zweithöchsten Niveau. Diese Information können Sie unserem Schwarm-O-Meter für Heizöl entnehmen. Es setzt die Anfragen für Heizöl ins Verhältnis zu den tatsächlich aufgegebenen Bestellungen. Der Anteil derjenigen, die an fallende Preise glauben, hat sich im Vergleich zum Vortag verringert. Unsere Lesereinschätzung steht nur noch auf einem Wert von 72 Prozent für die Erwartung an fallende Heizölpreise. Somit ist sie um 12 Prozent gesunken. Aufgrund dieser beiden Informationen kann dies als Empfehlung unserer Kunden für einen Heizölkauf gewertet werden.

Die Trendkanäle der kurzfristigen (drei und zwölf Monate) Ansichten in unserer Heizölpreis-Tendenz zeigen weiterhin stabil abwärts. Dies sind nach wie vor hoffnungsvolle Aussichten für alle Heizölkunden, die in der nächsten Zeit einen Heizölkauf planen. Auch die langfristigen Ansichten weisen abwärts. Einzig der Trendkanal in der 36-Monatsansicht richtet sich weiterhin leicht aufwärts.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Sollte Ihr Tank eine Füllung verlangen, haben Sie jetzt die Gelegenheit günstig Heizöl zu kaufen. So sichern Sie sich den Gewinn gegenüber den letzten Monaten. Wollen Sie noch etwas spekulieren? Decken Sie sich mit Teilmengen ein! Sollten die Preise weiter fallen, können Sie erneut zuschlagen, sollten sie steigen, haben Sie wieder etwas mehr Spielraum. Wenn Sie hingegen genügend Heizöl im Tank haben und den spekulativen Kick lieben, riskieren Sie es auf noch bessere Preise zu setzen.

Damit Sie beim Heizölkauf bestmöglich sparen können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom

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