Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Raketen und Ölpreise steigen in die Höhe

Internationaler Markt

Gestern testete das israelische Militär den Abschuss einer Rakete, die aus dem Mittelmeer Richtung Osten abgefeuert wurde. Kurzfristig hatte man gedacht, dass es sich um einen US-Angriff auf Syrien handeln könne. Die Kurse an den Ölbörsen schossen nach oben. Schnell wurden die Hintergründe des nicht angemeldeten Raketenabwehrtests bekannt und die Kurse normalisierten sich wieder. Zum einen zeigt dies, dass sich Israel auf einen möglichen US-Angriff und auf Reaktionen gegen Israel vorbereitet und zum anderen zeigen die Reaktionen an den Börsen, was zu erwarten ist, wenn der US-Angriff tatsächlich erfolgt. Wahrscheinlich erhält der US-Präsident die Unterstützung des US-Kongresses, denn die einflussreichsten US-Senatoren haben bereits ihre Zustimmung zum Militärschlag gegen Syrien signalisiert. Damit können wir uns auf steigende Ölnotierungen einstellen, wenn der Waffengang beginnt. Der Dollarkurs stieg nur leicht. Mehr als der Raketentest wirkten gestern gute US-Konjunkturdaten. Wenn Ölpreis und Dollar steigen, erleidet der deutsche Heizölverbraucher eine verstärkte Teuerung.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen nur leicht. Der Aufwind rührt vom stärkeren Dollar. Es ist zu erwarten, dass sich der Heizölpreis bis zum Militärschlag gegen Syrien nur wenig verändert. Danach ist alles offen, wobei der israelische Raketenabwehrtest einen leichten Vorgeschmack auf die Folgen für die Preisentwicklung gegeben hat. Dieser Vorgeschmack war bitter. In der Vergangenheit normalisierte sich der Ölpreis relativ schnell, sobald feststand, dass die Folgen eines Militärschlages nur geringen Einfluss auf die weltweite Ölinfrastruktur hatten. Dass es auch bei dem geplanten begrenzten Einsatz gegen Syrien wieder so sein wird, bleibt allerdings Spekulation. Es bleibt erneut festzuhalten, dass die Heizölpreise besser als vor zwölf Monaten sind. Eine Spekulation auf den Syrienkonflikt ist also unnötig. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Sorge vor Totalausfall Libyens als Öllieferant
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Britisches Parlament lehnt Militäreinsatz gegen Syrien ab
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Eventuell werden strategische Reserven freigegeben

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