Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Sanfte Reaktion auf wilde Börsen

Internationaler Markt

Die Finanzszene kann den Liebesentzug ihres langjährigen Freunds Ben Bernanke (Chef der FED) immer noch nicht fassen. Sie trennt sich von seinen zu Wertpapier gewordenen Geldgeschenken, bisher allerdings nur von denen der letzten Wochen. Wie überraschend die Beziehungswende kam, lässt sich am Engagement in Ölpapieren erahnen. Am letzten Dienstag war es noch so hoch wie nie zuvor in der Geschichte (grüne Linie) und es war außerordentlich bullisch (blaue Linie). Am Abend kam die Trennungsmeldung. Genau genommen war es nur die Ankündigung, dass man sich zu einem späteren Zeitpunkt trennen werde. Aber in einer Liebesbeziehung macht das keinen Unterschied. Wenn das Beziehungsband nun vollkommen reißen sollte, gäbe es noch sehr viel Papierwert zu vernichten. Beim Öl wären es geschätzte 30 Prozent. Dass die beiden, die Finanzszene und die Notenbank, trotz des Flirts mit einer anderen Geldpolitik wieder zueinander finden, ist ziemlich wahrscheinlich. Es ist eine gute Zeit für Beziehungswetten.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. So eruptiv wie die Ölbörsen reagieren sie allerdings nicht auf die neue Lage im Geldzirkus. Sie werden von einer nicht minder heftigen Dollarentwicklung ruhig gehalten. Der Binnenmarkt trägt selbst keinen Beitrag zur Preisentwicklung bei. Er ist leidlich ausgelastet. Stress kommt nur selten vor. In einigen Regionen gibt es verlängerte Lieferzeiten. Das stört im Sommer kaum. Die weitere Preisentwicklung hängt an der emotionalen Entwicklung der auf Liebesentzug gesetzten Finanzszene. Mitleid kommt bei uns nicht auf. Im Gegenteil, wir hoffen auf ordentlich Kummer unter den Finanzjongleuren. Der könnte den kurzfristigen Seitwärtstrend endlich an den mittelfristigen Abwärtstrend andocken. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Spannungen um Syrienkonflikt
Einige kleine Infrastrukturstörungen
Nordseeöl kann wegen Wartungsarbeiten vorübergehend knapp werden
Rohölbedarf soll deutlich steigen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Bernanke deutet Ende der lockeren Geldpolitik an
Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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