Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Saudi-Arabiens Preiskampf wirkt fort

Internationaler Markt

Saudi-Arabien ist bereit für Marktanteile auf Gewinne zu verzichten und setzte die angekündigte Preissenkung für Lieferungen in die USA um. Die Börsensituation für WTI hatte sich damit verändert und ließ die Ölpreise weltweit fallen. Für die US-Sorte sah es auch gestern so aus als ob ein weiterer Preisverfall möglich ist. Das bewegt wiederum auch die anderen Öl-Sorten, sodass auch die Nordsee-Sorte Brent unter Druck geriet und ein 4-Jahrestief markierte. Dieser Zustand könnte mit der Veröffentlichung der US-Bestandsveränderungen am heutigen Nachmittag bestätigt werden. Trotz des Preisverfalls beim Öl ist eine höhere weltweite Nachfrage nicht erkennbar. Insgesamt sind die Aussichten günstig.

Der Euro bleibt stabil. Das ist erfreulich, da der Dollar bei fallenden Ölpreisen in der Vergangenheit häufig zulegen konnte. Richtungsweisende Impulse fehlten gestern. Diese könnten aber in Form neuer Konjunkturdaten heute oder durch die EZB-Sitzung am Donnerstag kommen. Große Sprünge erwarten wir hier allerdings nicht.

Heute Morgen wird der Abgang von gestern erneut bestätigt. Auch der Euro hält sich knapp, muss aber Federn lassen. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 723,75 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 77,05 Dollar und in London zu 82,41 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,7976 Euro . Damit kostet der Euro 1,2538 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Sie werden durch den Preisverfall beim Öl gedrückt. Damit steht der erst diese Woche etablierte kurzfristige Aufwärtstrend bereits Mitte der Woche in Frage.

Der Binnenmarkt bleibt weiter ruhig. Nach den starken Käufen im Oktober, bleiben die verbliebenen Interessenten zurückhaltend. Der aktuelle Heizölpreis wird als akzeptabel, aber nicht mehr als gut erachtet. Auch dies könnte sich heute und zum Wochenende hin erneut ändern. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nun etwas höher als durchschnittlich.

Der Glaube an günstigeres Heizöl ist beständig, wird aber unterschiedlich stark vertreten. Die Lesereinschätzung steht mit einem Wert von 83 Prozent Zuversicht und macht damit einen ordentlichen Sprung um 15 Prozentpunkte nach oben. Dies entspricht der leichten Kaufzurückhaltung. Wer auf günstigere Heizölpreise hofft, wartet eben noch etwas ab.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt kein Kaufsignal mehr. Dies könnte sich ebenfalls schnell wieder ändern, wenn die Abwärtsdynamik der letzten beiden Tage erhalten bleibt und keine börsentechnische Gegenreaktion erfolgt. Wer die aktuellen Heizölpreise mit den Preisen der Vorjahre vergleicht, kommt zu einem glänzenden Ergebnis für dieses Jahr.

Die Preistrends weisen in den längerfristigen Bereichen abwärts. Im kurzfristigen Bereich ist der Abwärtstrend beendet. Der nun vorherrschende Aufwärtstrend wird heute bereits wieder nach unten durchbrochen. Damit gibt er ein eindeutiges Kaufsignal. Sollten Sie weiter spekulieren wollen, sollte man dies nicht übertreiben, sonst kann die Spekulation in einem persönlichen Misserfolg enden.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die prinzipiell freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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