Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Schöne Aussichten?

Internationaler Markt

Die USA haben einen guten Lauf der Wirtschaftsdaten. Im Vordergrund stehen dabei seit Wochen sinkende Arbeitslosenzahlen. Sie speisen Hoffnungen auf eine umfassende Erholung. Papierölhändler setzen diese Hoffnung in eine Sonderbewegung für US-Rohöl WTI (West Texas Intermediate) um. Im Gegensatz zu allen anderen Ölfutures steigen die WTI-Notierungen seit Monatsbeginn. Der physische Markt liefert noch keine Anzeichen für ein Nachfragewachstum in den USA. Insofern ist die Teuerung eine wackelige Spekulation, der schlagartig die Luft ausgehen kann. Andererseits birgt die Fortsetzung des WTI-Trends die Gefahr, andere Ölfutures ins Fahrwasser zu ziehen. Die Preisentwicklung befindet sich also an einem labilen Punkt. Für die Fortsetzung des Abwärtstrends sprechen dabei die Wirtschaftsdaten aus Europa und China sowie die insgesamt gute Versorgungslage.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise haben den Abwärtskurs wieder aufgenommen. Eine sichere Angelegenheit ist das aus den oben genannten Gründen derzeit nicht. Zudem geht der gestrige Abgang nicht auf die Vorgaben der Ölbörsen, sondern auf eine Schwäche des Dollars zurück. Der Binnenmarkt zeigt sich etwas belebter als in den letzten Wochen. Die Margen treibt das kaum aufwärts. Der recht ordentliche Preisvorteil zum Vorjahr besteht weiterhin. Dieser Umstand macht den Heizölkauf in jedem Fall angenehmer als in den letzten beiden Jahren. Im Jahresverlauf sollten sich die Preise angesichts der Angebotsentwicklung weiterhin freundlich entwickeln. Das heißt selbstverständlich nicht, dass Preisanstiege in den kommenden Wochen ausgeschlossen wären. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Gute US-Konjunkturzahlen
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Nordseeförderung wieder voll online
US-Förderung steigt deutlich
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt

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