Unseren neuen Kommentar für den 09.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Schauen Sie auf die App!

Internationaler Markt

Der Friedensnobelpreisträger erhält dank einer russischen Deeskalationsinitiative für Syrien die Möglichkeit, sein Gesicht zu wahren. Er wird sie nutzen. Das ist für die Weltordnung von Bedeutung. Der Krieg wird nun mit „fairen“ Mitteln weitergeführt. Das Interesse daran ist außerhalb Syriens begrenzt. Die Börsen lösen die Obama-Prämie auf. Sie war mit fünf Dollar pro Barrel ziemlich billig. Vielleicht kommen noch ein oder zwei Dollar hinzu, mehr werden es kaum werden. Der Ölmarkt hat ein anderes Problem. Es heißt Libyen. Das Land droht an seinem Demokratisierungsprozess zu zerfallen. Die Ölförderung ist auf zehn Prozent seiner Kapazität gesunken. Die Mengen fehlen am Weltmarkt und insbesondere in Europa. Dem Land fehlen seine Einnahmen. Das ist die Stunde von Warlords und al-Qaida. Die USA und andere Demokratisierer täten besser daran, ihren vor zwei Jahren begonnenen Job in Libyen zu Ende zu bringen, als sich um belanglose Fragen von Kriegsmoral und Gesichtswahrung zu kümmern. Unter Ölexperten wird heftig diskutiert, ob das Libyenloch, das um Fehlmengen aus dem Irak und Iran ergänzt werden muss, durch die Produktionssteigerung an anderer Stelle, unter anderem in den USA, ausgeglichen wird. Solange die Frage nicht beantwortet werden kann, sind die Ölpreise auf dem aktuellen Niveau gebunden.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben weiter nach. Gestern kam der Impuls nur von den Ölbörsen. Der Dollar entwickelte sich neutral. Der Binnenmarkt ist ruhig und ohne Preiseinfluss. Das kann sich bald ändern, denn nun fängt die herbstliche Kaufsaison zumindest auf dem Kalender an. Der Zeitpunkt wird vom aktuellen Wetter bestätigt. Pünktlich zum Saisonstart kommen wir mit einer neuen Smartphone-App heraus, damit Sie immer und überall aktuelle Heizölpreise zur Verfügung haben und günstige Momente zur Bestellung nutzen können. Die werden sich in den nächsten Wochen und Monaten vermutlich ergeben, eher aus der Volatilität eines unsicheren Markts heraus als aus klaren Trends. Die beste Empfehlung in dieser Lage ist, die Preisentwicklung eng zu verfolgen. Die Preise sind übrigens weiterhin deutlich billiger als vor zwölf Monaten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Sorge vor Totalausfall Libyens als Öllieferant
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Militäreinsatz gegen Syrien so gut wie ausgeschlossen
China fragt wieder weniger Öl nach
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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