Unseren neuen Kommentar für den 10.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Sieben Prozent günstiger als vor einem Jahr

Internationaler Markt

In den USA herrscht Zuversicht, dass sich die Wirtschaft trotz harter Sparmaßnahmen der Regierung positiv entwickeln wird. Abgeleitet wird die Stimmung aus den aktuellen Konjunkturzahlen. Dass jedweder Eingriff in die Volkswirtschaft Zeit zum Wirken benötigt, wird dabei ausgeblendet. Eine Vorabveröffentlichung zu den US-Ölbeständen deutet auf einen unerwarteten Rückgang in den Lagern hin. Beide Umstände sind bullischer Natur. Bärisch wird der neue Monatsbericht der EIA (Statistikbüro des US-Energieministeriums) gesehen. In ihm werden ein paar Nachfrageprognosen leicht nach unten revidiert. Entscheidender könnte aber sein, dass die Zahlen zum hochgejubelten amerikanischen Ölboom bei genauer Betrachtung wenig Grund zur Euphorie bieten. Die Selbstversorgungsrate liegt bei 39 Prozent. Sie sollte in 2014 auf 41 Prozent steigen. Bis zur reinen Selbstversorgung ist es noch ein weiter Weg, der viele Überraschungen zu Tage fördern kann. Insofern kann aus dem derzeit bärischen Grundton plötzlich wieder ein bullischer Trend werden.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise hängen fest. Sie bleiben die Fortsetzung des kurzfristigen Abwärtstrends seit dem 2. März schuldig. Das liegt nicht am Gewinnstreben der deutschen Ölwirtschaft. Es liegt auch nicht an der Versorgungslage des Binnenmarkts. Es liegt an den Vorgaben der internationalen Öl- und Devisenbörsen. Mit jeder Verhinderung eines weiteren Abgangs steigt das kurzfristige Risiko einer generellen Umkehrung der Preisentwicklung. Derzeit beträgt der Preisvorteil zum Vorjahr über sieben Prozent bei 3.000 Liter Liefermenge. Er wird in den nächsten Tagen eher schlechter als besser werden. Insofern macht es Sinn, dem Tank eine Teilmenge zuzuführen. Den hohen Optimismus für die Preisentwicklung im Jahresverlauf, reduziere ich aufgrund der Datenlage ein wenig. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten
FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Nordseeförderung wieder voll online
US-Förderung steigt deutlich
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt

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