Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Sieg der Finanzszene

Internationaler Markt

Gute Konjunkturdaten in den USA sind beileibe keine gute Meldung für die Finanzszene. Die ist an Pleiten, Pech und Pannen interessiert, da damit „Hilfsgelder“ der Notenbank (FED) ergattert werden können. Gestern gab es einen doppelten Bonus für die Finanzjunkies. Der Chef der New Yorker FED dementierte das in der letzten Woche in Aussicht gestellte frühere Ende der lockeren Geldpolitik. Mit dieser durch die Börsenturbulenzen quasi erzwungenen Aussage im Rücken konnte die Szene ihre janusköpfige Begeisterung über die sich aufhellende US-Wirtschaft demonstrieren. Beides zusammen ließ Aktien- und Ölnotierungen auferstehen. Der erneute Sieg der spielsüchtigen Finanzwirtschaft über die Regelungsorgane kommt nicht unerwartet. Ärgern darf man sich über die Schande dennoch. Die nächsten Konjunkturzahlen werden wieder schlecht ausfallen. Sie sind dann ebenfalls gut für das Finanzgeschäft. Die reinen Ölzahlen fallen nominell gut für Verbraucher aus, wenngleich die EIA (Informationsbehörde des US-Energieministeriums) einige Daten über die aktuelle Überversorgung und den Nachfrageschwund relativierte. Alles in allem verfestigt sich die allgemeine Situation: Das Ölangebot ist höher als die Ölnachfrage. Das Geldangebot übertrifft alles und setzt die Marktmechanismen außer Kraft.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise steigen. Nun werden sie von den Ölbörsen getrieben. Der Dollar hält ein wenig dagegen. Das ist die Standardkonstellation für einen notenbankindizierten Preisanstieg. Der Binnenmarkt ist weiterhin ruhig und für die Preisbildung bedeutungslos. Teilweise lange Lieferzeiten sind eher ein Urlaubs- als ein Versorgungsphänomen. Die Aussichten für die weitere Preisbildung sind nach dem Sieg der Finanzszene über die Regelorgane schlechter. Es besteht die Gefahr längerfristig steigender Preise. Noch sind die aktuellen Trends allerdings intakt, kurzfristig seitwärts, mittelfristig abwärts. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: New Yorker Notenbankchef dementiert Ende der lockeren Geldpolitik
Gute US-Konjunkturdaten
EIA relativiert schlechte Nachfragezahlen
Einige kleine Infrastrukturstörungen
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Spannungen um Syrienkonflikt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC, EIA und IEA Monatsberichte

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