Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Solide in wilder Börsenzeit

Internationaler Markt

Das Ende der exzessiven Geldschöpfung durch die US-Notenbank ist angekündigt und mit nunmehr zwei kleinen Schritten eingeleitet. Auf den ersten Schritt reagierte die Finanzszene erstaunlich gelassen. Der zweite Schritt sorgt bereits für Trara. An den Börsen fallen Aktien und Währungen, insbesondere von Schwellenländern. Der Ankauf von Öl wird für Nicht-Dollar-Länder teurer. Das wird Bremsspuren bei der Nachfrage auslösen. Als Konsequenz werden Ölnotierungen billiger. Die Sache kann sich zum Vorteil für die US-Wirtschaft entwickeln. Definitiv ist sie ein Nachteil für die US-Ölindustrie. Der Rückfluss der Investitionen in die teure Frackingtechnik ist gefährdet. Bis zum vorläufigen Ende der FED-Operation sind weitere sechs oder sieben Schritte notwendig. Anschließend müssen die Zinsen angehoben werden. Schauen wir mal, ob die Notenbank das durchsteht. Für uns Europäer könnte die Angelegenheit relativ glimpflich abgehen. Der Dollar wird zwar teurer werden. Es ist aber gut möglich, dass die Ölnotierungen stärker fallen, als der Dollar steigt. Kurzfristig kann der ungewöhnlich starke Winter in den USA noch einmal für ein Aufbäumen der Brennstoffnotierungen sorgen. Die US-Heizölbestände sind extrem niedrig. Diese Erscheinung sollte in ein paar Wochen ausgestanden sein.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Die Ölnotierungen weisen die Richtung. Der Dollar hält spürbar dagegen. Im Binnenmarkt bemüht man sich angesichts der Nachfrageschwäche um Ausgleich jedweder Preissteigerung. Bisweilen kommt es aber zu dick von außen, so dass die Börsenbewegungen durchschlagen. Alles in allem ist der aktuelle Anstieg der Heizölpreise kein Beinbruch. Er schlägt bei 3.000 Liter Liefermenge mit 30 € gegenüber dem letzten Bestpreis zu Buche. Demnächst könnte noch etwas mehr Schaden entstehen. Aber auch der sollte klein bleiben. Die mittelfristigen Aussichten sind aus unserer Sicht eher besser als schlechter. Wer auf sie spekulieren will, braucht Risikobewusstsein, Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen. Wer nicht spekulieren kann oder will, sollte kaufen. Heizöl ist deutlich günstiger als in den letzten beiden Jahren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kältewelle in den USA
US-Bestandsdaten
Libyen liefert weiterhin kaum Öl
US-Notenbank pumpt immer noch viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunkturdaten aus China schwach
US-Notenbank drosselt die Geldpumpe weiter
US-Öl über neue Pipeline besser verfügbar
Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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