Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Syrienkonflikt lähmt die Ölbörsen

Internationaler Markt

Das bange Warten auf den G20-Gipfel, den US-Kongress-Entscheid und den möglichen Militärschlag gegen Syrien lässt viele Anleger im Ölmarkt den Atem anhalten. In der Zwischenzeit werden andere Themen gehandelt. Russlands Präsident Putin hält mittlerweile einen Militärschlag gegen Syrien für möglich, macht diesen aber von einer UN-Resolution abhängig. Zeitgleich nennt er ein anderes Vorgehen rechtswidrig und legt seinerseits Hinweise vor, die den Giftgaseinsatz durch die Rebellen nahe legen. Den US-Außenminister nennt er einen Lügner. Aufgrund des Engagements dieses US-Außenministers entschied sich gestern Abend der US-Außenausschuss für einen begrenzten Militärschlag gegen Syrien. Der Euro kann dank guter Wirtschaftsdaten aus dem Euroraum wieder aufholen. Das senkt die Heizölpreise.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben nach. Nach dem Auftrieb vom Wochenanfang beruhigen sich die Heizölpreise. Gestern erfolgte dies dank eines stärkeren Euros. Leider ist mit Fortgang des Syrienkonflikts zu erwarten, dass die Ölpreise und der Dollar wieder steigen werden. In dieser Aufwärtsspirale aus Politik, Krieg und Psychologie sind die letzten Preisnachlässe eine angenehme Verschnaufpause. Im Inland herrscht wegen der politischen Unwägbarkeiten Unruhe. Etliche Käufer nehmen den günstigen Vergleich zum Vorjahr als Kaufgelegenheit wahr, bevor ein möglicher Militärschlag die Heizölpreise aufpeitscht. Das halten wir für richtig, sofern man nicht über einen Vorrat und einen entsprechenden Verbrauch verfügt, der es ermöglicht, weitere Eskalationen im Syrienkonflikt aussitzen zu können. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Sorge vor Totalausfall Libyens als Öllieferant
Kritische Stimmen zur globalen Angebotssituation
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Britisches Parlament lehnt Militäreinsatz gegen Syrien ab
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Eventuell werden strategische Reserven freigegeben

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