Unseren neuen Kommentar für den 11.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Trotz Draghi läuft es prächtig

Internationaler Markt

Langeweile geht anders. Es gibt viel handelbaren Stoff an den Öl- und Devisenbörsen. Medial war die überraschende Leitzinssenkung für den Euroraum der Knaller des Tages. Was Mario Draghi, Chef der EZB, dazu bewog, das lodernde Geldfeuer anzufachen, statt es zu bekämpfen, wird in den nächsten Tagen für spekulative Einlassungen sorgen. Er scheint Dinge zu sehen, die außer ihm nur die NSA weiß. Der Rest der Welt reagiert mit Unverständnis auf den nach gegenwärtiger Kenntnis realwirtschaftlich nutzlosen Schritt. Die Finanzszene bejubelte die Maßnahme zu ihren Gunsten nur kurz, bevor auch sie zu zweifeln begann. Der Dollar schnellte empor und brach wieder ein. Ein Teil des Gewinns blieb bis zum Handelsschluss stehen.

Es gab ein paar gute Konjunkturzahlen aus den USA und China. Die sorgen üblicherweise für bullische Preisbewegungen. Gestern funktionierte das nicht. Die Veröffentlichung der chinesischen Ölimportdaten dämpfte den Impuls. Das Land kaufte von Januar bis Oktober dieses Jahres „nur“ 3,4 Prozent mehr Öl ein als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Im Ölmarkt geht die Nachricht um, dass eine Einigung mit dem Iran kurz vor dem Abschluss stehe. Wenn sie kommt, kommt noch mehr Öl in den Markt. Die OPEC lässt verlauten, dass die Ölschiefervorkommen ihrer Mitglieder dreimal größer sein sollen, als bisher geschätzt wurde. Zusammen mit dem in den USA gefrackten Öl werden die Mengen den Markt in den nächsten fünf Jahren erheblich verändern. Einige Anbieter werden Probleme haben, ihr Öl loszuwerden. Goldman Sachs kolportiert, dass die libyschen Lieferungen wieder ansteigen werden. Wenn diese Leute eine bärische Meldung in Umlauf bringen, wollen sie Preise fallen sehen. Das haben sie gestern auf alle Fälle geschafft.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise laufen weiter im Abwärtstrend. Sie werden durch die Vorgaben der Ölnotierungen getrieben. Der Dollar hielt dagegen. Es ist gut möglich, dass er in den nächsten Tagen wieder fallen und seinen Teil zum Heizölpreistrend beitragen wird. Insofern sind die Aussichten für noch bessere Kaufmomente gut. Spekulativ eingestellte Kunden sollten sich ermutigt fühlen, nach ihnen zu suchen. Die Instrumente dazu finden Sie hier und auf unserer Smartphone-App. Aber Vorsicht vor Übermut. Die Finanzszene hat einen bullisches Urinstinkt und sehr viel Geld. Damit kann sie die Börse unerwartet drehen. Wer es lieber sicher mag, darf sich in diesem Moment darüber freuen, dass 3.000 Liter Heizöl vierzehn Prozent weniger als vor 12 Monaten und acht Prozent weniger als vor 24 Monaten kosten. Der Binnenmarkt ist relativ ruhig, so dass es weder unangenehme Preiseinflüsse noch nennenswerte Lieferterminprobleme gibt. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Entwicklung in Libyen
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Sehr gute Aussichten für Beendigung des Ölboykotts gegen den Iran
OPEC erhöht Angaben über Ölschiefervorkommen
Chinas Ölbedarf steigt relativ moderat
Geringe US-Ölimporte
Ölangebot übertrifft Ölnachfrage

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