Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: US-Arbeitsmarktdaten ohne Auswirkungen

Internationaler Markt

Die letzte Woche war zweigeteilt. In der ersten Hälfte fielen die Heizölpreise, um dann in der zweiten Hälfte wieder genauso schnell aber nicht mehr so hoch zu steigen. Für den vergangenen Freitag waren die US-Arbeitsmarktdaten als Impulsgeber bereits im Voraus ausgemacht worden. Sie entsprachen im negativen Sinne nicht den Erwartungen der Börsenhändler. Der Einfluss blieb aber gering, weil die Erholung der US-Wirtschaft eben doch real sei. Unterschwellig bleibt der politische und auch fast militärische Konflikt mit Russland bestehen, warum wohl einige Spekulanten für das vergangene Wochenende eher auf höhere Ölpreise setzten als auf niedrigere. Immerhin hatten die europäischen Außenminister in Athen für weitere Sanktionen Vorbereitungen getroffen.

Auch der Euro reagierte mit einer kleinen Erholung auf die schwachen US-Arbeitsmarktdaten. Allerdings wurden die Zahlen des Vormonats stark verbessert korrigiert, so dass die Wirkung gering blieb. Der Euro litt zudem noch unter den Nachwirkungen der Äußerungen des EZB-Chefs Draghi und dem Test möglicher Anleihekäufe, der am Freitag bekannt gegeben wurde.

Charttechnisch stand der Freitag ebenfalls unter keinem guten Stern, denn es bildeten sich bereits wieder erste Kaufimpulse. Gasöl, der Ausgangsstoff für Heizöl, wies noch Luft nach oben aus. Heute sollte sich an dieser Front einiges entspannen.

Heute Morgen tut sich an den Ölbörsen wenig, zumindest wenig Neues. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 885,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 100,74 Dollar und in London zu 105,82 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 72,98 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise stiegen erneut. Das Wochenende hat keine neuen Nachrichten gebracht. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich im Rahmen unseres Trendkanals die Heizölpreis-Entwicklung vollziehen wird. Die Heizölpreise bewegen sich in den kurz-, mittel-, wie langfristigen Trendkanälen, die nach unten zeigen. In den nächsten zwei Wochen sollte sich der Heizölpreis im kurzfristigen Trendkanal entwickeln. Im Vergleich zu den Vorjahren ist der Heizölpreis sehr günstig. Der Binnenmarkt ist praktisch zum Erliegen gekommen. Das wirkt sich positiv auf die Lieferzeit aus, die häufig kürzer als die ausgewiesene ist. Vom deutschen Heizölhandel sind die möglichen Preisrabatte ausgeschöpft. Mehr geht hier nicht mehr. Unsere Empfehlung lautet: Wer nur noch wenig Heizöl im Tank hat, braucht nicht zu spekulieren. Sie kaufen auf jeden Fall zurzeit günstig ein. Wer Zeit hat, kann immer noch getrost abwarten. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

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Ausfälle in Nigeria
Unruhen in Venezuela

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USA geben Teil der strategischen Reserven frei
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