Unseren neuen Kommentar für den 04.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: US-Bestandsdaten eher preisdrückend

Internationaler Markt

Gestern wurden die Ölnotierungen von den US-Bestandsdaten bewegt. Diese fielen eher preisdrückend aus. Leider erholten sich die Kurse im Tagesverlauf wieder. An den Ölbörsen werden weiterhin die Gefahren durch Konflikte im Nahen Osten gehandelt. Zudem bleibt die Kältewelle in den USA ein bestimmendes Thema, das ebenfalls preistreibend wirkt. Die von DOE (Department of Energy) und API (American Petroleum Institute) erhobenen Bestandsänderungen wurden erst gestern veröffentlicht, weil diese Woche der Presidents Day begangen wurde. Die Daten erwiesen sich erneut bärisch. Die Bestände wuchsen, obwohl die Raffinerie-Auslastung nahezu stabil blieb. Die Benzinvorräte wurden aufgebaut. Die Veränderungen in den öffentlichen US-Öllagern gegenüber der Vorwoche werden wie folgt beziffert:

Rohöl: +1,0 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,5 Mio. Barrel (API)
Heizöl und Diesel: -0,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. -0,7 Mio. Barrel (API)
Benzin: +0,3 Mio. Barrel (DOE) bzw. +1,4 Mio. Barrel (API)

In Summe ergibt sich ein Aufbau von 1,0 (DOE) bzw. 0,2 (API) Mio. Barrel. Die Raffinerieauslastung liegt nahezu unverändert bei 87 Prozent. Gerade bei den Heizölbeständen wurde ein stärkerer Abbau erwartet. In Kürze wird die Verfügbarkeit sinken, weil die Anlagen auf die Produktion von Sommerware umgestellt werden.

Heute Morgen bewegen sich Brent und WTI kaum. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 937,75 Dollar. Das Barrel Rohöl wird in New York zu 102,73 Dollar und in London zu 110,25 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 72,91 Eurocent.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich nur wenig. Den Ölnotierungen steht ein recht stabiler Euro entgegen. Der Binnenmarkt läuft hinter den Erwartungen hinterher. Im kurzfristigen Trend dümpeln die Heizölpreise vor sich hin. Im mittelfristigen und langfristigen Trend geht es weiter abwärts. Wir gehen von einer günstigen Heizölpreis-Entwicklung aus. Allerdings bleiben die Gefahren bullisch eingestellter Finanzmärkte. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunkturdaten aus China gut
Öllieferungen aus der Nordsee sollen sinken
Stress vor den Atomverhandlungen mit dem Iran
US-Notenbank pumpt immer noch viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Ende der US-Kälte naht
US-Öl über neue Pipeline besser verfügbar
US-Notenbank drosselt die Geldpumpe weiter
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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