Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: USA zeigen Haushaltstreit

Internationaler Markt

Die Ölnotierungen pendeln seit der letzten Woche seitwärts. Damit scheinen sie sich mal wieder von den bärischen Marktgegebenheiten absetzen zu wollen. Da die ersten drei Wochen im September einen deutlichen Preisverfall zeigten, kann man den Gang der letzten Woche als den Versuch einer Gegenbewegung interpretieren. Als solcher ist er schiefgegangen. Wahrscheinlich folgt nun die Fortsetzung der Abwärtsbewegung. Die Entspannung im geopolitischen Zirkus, die gute Ölangebotslage, die noch besseren Aussichten derselben und die allerorten gedämpfte Konjunktur sprechen dafür. In dieser Woche wird der US-Haushaltsstreit auf der Agenda der Finanzjongleure stehen. Der hat ebenfalls bärisches Potenzial. Dabei geht es heute um das Absegnen des Budgets für das morgen beginnende Haushaltsjahr und im Folgenden um eine höhere Schuldengrenze. Die aktuelle Grenze wird Mitte Oktober gerissen. Ohne eine Anhebung wären die USA pleite. Es steht also wieder großes Theater auf dem Programm, das Ölkunden relativ gelassen verfolgen dürfen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise legten zum Wochenausgang recht deutlich zu. Die Öl- und Dollarnotierungen waren dabei nicht federführend. Dieses Mal war es der Binnenmarkt. Die in der letzten Woche deutlich gestiegene Nachfrage der Verbraucher führte zu einigen Engpässen. Derartige Marktlagen werden umgehend mit Margen- und Preiserhöhungen verbunden. Es handelt sich um den natürlichen, das heißt, physisch bedingten Effekt von Angebot und Nachfrage. Trotz dieses Sachverhalts sehen wir gute Chancen für etwas freundlichere Heizölpreise. Wie mehrfach geäußert, halten wir das Erreichen der Marke von 80 Cent pro Liter im bundesdeutschen Durchschnitt bei einer Menge von 3.000 Liter für realistisch. Das entspricht einem Rückgang von vier Prozent. Darunter begänne eine neue Lage. Soweit denken wir derzeit nicht. Es macht Sinn, den Markt eng zu verfolgen. Neben dieser Internetseite steht Ihnen dazu unsere Smartphone-App zur Verfügung. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak meldet Inbetriebnahme eines neuen Ölfelds
Trans-Niger-Pipeline wieder in Betrieb
Schwache Konjunkturdaten aus China
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
Globale Rohölnachfrage soll zum Herbst sinken

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