Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Uninspiriertes Schaukeln

Internationaler Markt

Die Ölbörse bleibt ihrem jüngsten Trend treu. Im seitwärts Geschaukel stand gestern eine Aufwärtswelle auf dem Plan. Er wurde eingehalten. Kommentatoren lieferten eine wohlklingende Geschichte dazu, die dem Publikum suggerieren sollte, dass hier plausibles Wirtschaftsgeschehen am Werk ist. Da ist von ein paar Lieferausfällen in der Nordsee, im Südsudan und in Nigeria die Rede. In Summe bleiben die Fehlmengen geringer als das aktuelle Rohölüberangebot. Die Top-Begründung des Tages ist ein kräftiger Anstieg der US-Immobilienpreise, der als gutes Konjunktursignal gewertet wird. Nach 9,3 Prozent für Februar wurden 10,9 Prozent für März errechnet. Wenn Hauspreise steigen, muss es eine Nachfrage geben, daran besteht kein Zweifel. Indem sie derart stark in so kurzer Zeit steigen, liegt de facto eine veritable Blasenproblematik vor. Das lockere Geldprogramm der FED winkt mit dem Zaunpfahl. Nun darf man gespannt sein, ob die weitere Entwicklung der Ölnotierungen dem Seitwärtstrend treu bleibt. Es spricht vieles dafür.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise legen deutlich zu. Sie bleiben dabei in den gültigen Trends. Gestern waren Öl- und Dollarnotierungen an den Börsen Motor des Geschehens. Der Binnenmarkt ist zwar belebt. Von ihm geht aber kein Preisauftrieb aus. Die fundamentale Marktlage spricht nach wie vor für tiefere Heizölpreise. Um die in die Tat umzusetzen, muss die Stimmung der Finanzszene einen Dämpfer erleiden. Die Lage in den USA und mehr noch in Europa ist geeignet, in den kommenden Monaten einen neuen Schock zu setzen. Ich bin zuversichtlich, dass es ihn geben wird. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Nigerias Öllieferungen auf Vierjahrestief
Einige kleine Infrastrukturstörungen
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea
China wächst weiterhin
Notenbankgeld fließt noch locker

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik ungewiss
Sehr viel Öl am Markt
Atomverhandlungen mit dem Iran werden im Juli fortgesetzt

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