Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Verhandlungen mit dem Iran gehen weiter

Internationaler Markt

Die Ölbörsen gaben im Verlauf des Tages leicht nach. Nach einem unentschlossenen Auf und Ab gingen die Notierungen unter dem Einstieg aus dem Handel und reduzierten damit den Anstieg vom vergangenen Freitag. Die Verhandlungen mit dem Iran gingen ohne Ergebnisse in die Verlängerung der bereits genehmigten Verlängerung. Die Fortschritte seien so gut, dass weitere Verhandlungen gerechtfertigt seien. Nun laufen sie bis Juli 2015. Im Annährungsprozess wurden gegenseitige Zugeständnisse gemacht. Unter anderem sollen knapp fünf Milliarden Dollar, die auf eingefrorenen Bankkonten liegen, für den Iran freigegeben werden. Neue Impulse gab es für die Ölpreise dennoch nicht.

Die Märkte warten gespannt auf die OPEC-Sitzung am Donnerstag. Wie bereits gestern berichtet, kam es zu Konsultationen zwischen Russland und Saudi Arabien. In einem neu veröffentlichten Interview gab Russlands Präsident Putin zu, dass die Sanktionen im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise ihre Wirkung zeigen. Allerdings sind die Auswirkungen der niedrigen Ölpreise für den russischen Staatshaushalt bedrückender. Knapp 50 Prozent des Haushalts hingen vom Energiemarkt ab und die Mindereinnahmen belaufen sich zwischen 90 und 100 Milliarden US-Dollar. Was den deutschen Verbraucher freut, treibt den Finanzministern der Förderländer die Schweißperlen auf die Stirn. Auch deswegen werden Kürzungen der Fördermengen erwartet. Wir glauben dennoch nicht, dass mehr als ein Strohfeuer dabei herauskommen wird. Mit dem Zusammenhalt und der Verbindlichkeit innerhalb der OPEC ist es nämlich nicht weit her.

Ebenfalls erfreulich verlief gestern die Entwicklung des Euro. Er konnte sich etwas vom Wertverfall gegenüber dem Dollar erholen, der ihn am vergangenen Freitag ereilte. Auslöser waren freundliche Konjunkturdaten aus Deutschland. So hatte sich der Ifo-Geschäftsklimaindex besser als erwartet entwickelt. Ein stärkerer Effekt blieb aber aus.

Heute Morgen werden die Entwicklungen bestätigt. Nur der Dollar steigt leicht an. Die Tonne Gasöl kostet aktuell 699,25 Dollar . Das Barrel Rohöl wird in New York zu 75,77 Dollar und in London zu 79,43 Dollar gehandelt. Der US-Dollar kostet 0,8047 Euro . Damit kostet der Euro 1,2427 Dollar .

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben leicht nach. Die leichte Entspannung an den Öl- und Devisenmärkten macht sich bemerkbar. Nach der denkbar schlechtesten Kombination von Ölpreis-Anstieg und schwächerem Euro wurden gestern die Vorzeichen umgedreht. Der Abgang ist aber noch schwach und lässt Luft für weitere Spekulationen auf günstigere Heizölpreise.

Die Binnennachfrage zog erneut an. Unsere Kunden zeigten insbesondere zum Abend hin wieder verstärkte Kaufaktivitäten. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das das Kaufverhalten der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, steht nach wie vor auf der zweithöchsten Stufe. Damit halten unsere Kunden den aktuellen Heizölpreis für einen guten Kaufpreis.

Der Glaube an günstigeres Heizöl hat sich verstärkt. Der Heizölpreis soll von gestern bis heute Mittag fallen. Bis zur Stunde hat die Mehrheit Recht. Der Wert unserer Umfrage ist von 69 Prozent um drei Prozentpunkte auf 72 Prozent gestiegen und ist damit leicht überdurchschnittlich. Die Befragung kommt überwiegend zu dem Ergebnis, dass günstigere Heizölpreise erwartet werden. Allerdings ist die Deutlichkeit unterschiedlich stark ausgeprägt.

Das mathematische Tiefpreis-System zeigt in allen Regionen Deutschlands Kaufsignale. Damit liegt eine klare Entscheidungshilfe vor. Sie wird mit Sicherheit von vielen Interessenten angenommen. In der kalten Jahreszeit kommen Kunden hinzu, die keine ausgewiesenen Preisbeobachter und Schnäppchenjäger sind. Sie treffen auf einen bemerkenswert günstigen Moment mit wunderbaren Preisen.

Die Preistrends zeigen in allen Betrachtungszeiträumen nach unten. Auch im kurzfristigen Abwärtstrend konnten die Heizölpreise wieder die richtige Richtung einschlagen. Sie bewegen sich aber nur wenig und nahe der Mitte des Trends. Hieraus lässt sich demnach keine eindeutige Empfehlung ableiten. Es sei einmal mehr betont, dass der Heizölpreis im Vergleich der letzten Jahre einfach sensationell günstig ist.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

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