Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Vorjahrestief unterschritten

Internationaler Markt

Der Abgang der Ölnotierungen war in den letzten Tagen heftig. Gestern wurde die Bewegung gestoppt, teilweise sogar zu einem Anstieg veranlasst. Konjunkturdaten und physische Marktlage trugen ein paar unbedeutende Impulse dazu bei. Im Wesentlichen handelte es sich um einen psychologischen Effekt der Akteure, die die überverkaufte Situation mit ein paar mutigen Trades zu Geld machen wollen. Derzeit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Notierungen nach kurzer Unterbrechung weiter sinken werden. Analogien zum Vorjahr dürfen aufgrund der entspannten Versorgungslage bemüht werden. Damals sank Rohöl der Sorte Brent bis in den Bereich um 90 Dollar durch. Um diesen Wert zu erreichen, müssen noch zehn Prozent Nachlass eingepreist werden. Das Potenzial bei Gasöl ist bereits weitgehend ausgeschöpft. Die allgemeine Nachfrageschwäche in den alten Industrienationen rechtfertigt aber auch tiefere Notierungen als im Vorjahr. Diese positive Deutung soll nicht darüber hinwegtäuschen, dass aus den Geldflutungen der Notenbanken erhebliche Gefahren für einen erneuten Anstieg der Ölnotierungen resultieren. Der Dollar steht aktuell übrigens fast unverändert zum Vorjahr.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise konnten ihren Abwärtstrend kaum gebremst fortsetzen, weil der Dollar gestern deutlich nachgab. Die Preisentwicklung folgt momentan der Lebensweisheit eines bekannten Vorstadt-Casanovas, "a bisserl was geht immer". Das wird längerfristig nicht so bleiben. Derzeit gibt es aber noch keinen schlagkräftigen Grund, zu unglücklicheren Statements zurückzukehren. Brenzlig wird es erst, wenn die Gelddruckerei erneut die ungetrübte Freude der Finanzjongleure erfährt. Dann hilft selbst ein überversorgter Markt nicht, die Preise zu drücken. Wer angesichts der instabilen Aussichten durch einen Kauf für persönliche Sicherheit sorgen möchte, soll wissen, dass er jetzt für 3.000 Liter Heizöl zehn Prozent weniger zahlen muss als vor einem Jahr. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
Infrastrukturstörungen erwartet
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: US- und Nordseeförderungen steigen
Südsudan kehrt als Lieferant zum Markt zurück
Libyen produziert wieder auf Vorkriegsniveau
Saudi Arabien nimmt neues Offshore-Ölfeld Manifa früher in Betrieb
Sehr viel Öl am Markt
EIA- und OPEC-Monatsberichte nennen schwache Nachfrage
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl

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