Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Wachstum schwach wie Geld viel

Internationaler Markt

Die politischen USA wirken gelähmt. Die wirtschaftlichen USA sind es ebenfalls. All die frischen Dollar-Milliarden, die Monat für Monat zum Mästen der Konjunktur gedruckt werden, schaffen es nicht, das Wachstum zu steigern. Seit dem zweiten Weltkrieg beträgt das jährliche Durchschnittswachstum der USA 3,2 Prozent. Im letzten Jahr betrug es 2,2 Prozent. In diesem Jahr wird es vermutlich noch geringer ausfallen. Aktuelle Konjunkturdaten bestätigen den schlechten Trend. Das ist nicht die Meldung, mit der Ölpreise anzuheben sind. Und selbst wenn das US-Haushaltstheater überwunden sein wird und einen schönen Preisanstieg produziert hat, wird die Tatsache, dass die Konjunktur unterdurchschnittlich, die Ölproduktion hingegen deutlich überdurchschnittlich läuft, den Preisanstieg sehr wahrscheinlich wieder kassieren. Finanzhype hin, Finanzhype her, früher oder später wird sich der Ölpreis am physischen Markt orientieren. Dessen Aufstellung ist aus Sicht der Verbraucher entgegen vieler Befürchtungen nicht schlecht. Es gibt reichlich Öl. Sein Preis ist allerdings aus technischen Gründen höher als in den letzten Dekaden.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise bewegen sich kaum. An den Börsen neutralisierten sich gestern die Kurse für Gasöl und Dollar. Der Binnenmarkt ist ausgeglichen. Angebot und Nachfrage passen einigermaßen gut zueinander. Insofern geht der Preisstillstand in Ordnung. Die Aussichten sind kurzfristig durchwachsen. Die stündlich erwartete Meldung vom Ende des US-Haushaltsdramas wird Heizöl verteuern. Danach sollten die Preise aber wieder zurückkehren und wahrscheinlich unter das aktuelle Niveau sinken. Erwarten Sie nicht viel, aber erwarten Sie ein paar Prozent Rückgang, wenn Sie spekulieren. Verfolgen Sie die Entwicklung eng. Neben dieser Internetseite steht Ihnen dazu unsere Smartphone-App zur Verfügung. Wenn Ihnen die Spekulation nicht schmeckt, schauen Sie sich dieses Bild an. Es zeigt Ihnen, dass der Heizölpreis auf dem Niveau liegt, den er vor zwei Jahren hatte. Ein Kaufgrund? Für den auf Sicherheit bedachten Verbraucher durchaus! Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren. Infos dazu gibt es hier.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: China importierte im September unerwartet viel Öl
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Schwache US-Konjunkturdaten
Iran und USA reden über das Atomprogramm
Libyen hat Teile der üblichen Lieferungen wieder aufgenommen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion

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