Unseren neuen Kommentar für den 07.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Was geht in Libyen?

Internationaler Markt

Die Ölpreise geben eine ziemlich ruhige Darbietung. Nichts vermag ihnen derzeit Feuer zu verleihen. Die Konjunktur läuft eigentlich gut. Die Finanzszene ist dennoch unzufrieden. Sie will Wachstum, immer mehr Wachstum. Der Ölmarkt ist ausgewogen. Die globale Nachfrage wird vermutlich ein wenig steigen. Das Angebot wird wahrscheinlich deutlicher wachsen. Irgendwann werden die Gesellschaften ihre teuren Erschließungsaktivitäten in alte und neue Felder zurückfahren, weil sie nicht den Ölpreis bekommen, den sie für die Gewinnerwartungen ihrer Aktionäre brauchen. Bis dahin werden noch viele Monate vergehen. Zuvor wird der Markt mit weiteren Ölmengen angereichert werden, aus dem Irak, aus dem Iran, aus Nordamerika und vielleicht sogar aus Libyen. Dort hatte die Regierung zuletzt Mediatoren eingesetzt, um Bürgermilizen, die wichtige Exporthäfen besetzt halten, zum Einlenken zu bewegen. Vergebens. Nun soll das Militär eingreifen. Das klingt nach dem nächsten Waffengang in der Unruheregion am südlichen Mittelmeer. Hoffentlich nicht. Die Preise würde auch der nur zaghaft bewegen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben etwas nach. Sie nutzen ihren Bewegungsspielraum in den abwärts gerichteten Trendkanälen aus. Ein neuer Tiefstand steht in diesen Tagen nicht auf dem Programm. Von den Ölpapieren kamen gestern leicht bärische Vorgaben. Der Binnenmarkt ist ruhig. Hier werden flexible Rabatte weiterhin zur Vermeidung von Preissteigerungen eingesetzt. Die mittelfristigen Preisaussichten sehen wir verbraucherfreundlich. Wer auf sie spekulieren will, braucht Risikobewusstsein, Geduld, eine ausreichende Restmenge Heizöl im Tank und unsere zeitnahen Informationen. Für einen guten Einkauf ist das allerdings nicht zwingend nötig, da die aktuellen Preise bereits attraktiv sind. Heizöl ist erheblich günstiger als in den letzten beiden Jahren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein. Die freundliche Marktausrichtung ist kein Dauerzustand.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Kältewelle in den USA
US-Bestandsdaten
Libyen liefert weiterhin kaum Öl
US-Notenbank pumpt immer noch viel Geld in den Markt

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Konjunkturdaten aus China und den USA schwach
US-Öl über neue Pipeline besser verfügbar
US-Notenbank drosselt die Geldpumpe weiter
Angekündigte Liefermengen aus der Nordsee
Weitere Steigerung des globalen Rohölangebots erwartet

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