Unseren neuen Kommentar für den 05.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Weltweite Abschwächung der Konjunktur

Internationaler Markt

Der IWF verteilt an die Europäer verhältnismäßig gute Noten, was das Wirtschaftswachstum angeht. Mit einem Prozent Wachstum zeigt sich die Institution bereits freundlich. Natürlich gehen die Finanz- und Arbeitsmarktreformen nicht schnell genug voran, aber Europa kriecht aus der Rezession. Diesmal müssen die Prognosen für die sog. Schwellenländer nach unten korrigiert werden. Bisher sind die geringeren Wachstumszahlen von Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland aufgefangen worden. Aber dort geht nun der eine Prozentpunkt verloren, den die Europäer herausholen. Für den IWF kann da nur die USA helfen. Allerdings stecken die in einer politischen Krise und sind dabei sich erneut zu blamieren. Die Aktien- und Ölbörsen reagieren zwar nervös, aber das Theater lässt sie erstaunlich kalt. Bisher gehen die meisten Marktteilnehmer davon aus, dass den Politikern in den USA dann doch der öffentliche Druck bei einem Versagen zu hoch ist und eine Lösung im Haushaltsstreit gefunden wird. Zudem stehen den Hauptinvestoren, den Banken, weltweit fast unbegrenzte Finanzmittel zur Verfügung. Sollte es zu Verlusten kommen, werden die Notenbanken einspringen und weiteres Geld schöpfen. Die Ölbörsen verharrten gestern jedenfalls auf hohem Niveau und auch der Dollar konnte sich nach einer kurzen Schwächephase wieder mehr als erholen.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise ziehen leicht an. Dies resultiert aus den festen Börsenwerten und aus dem angezogenen Binnenmarkt. Die Margen werden wegen einer erhöhten Nachfrage nach oben angepasst. Außerdem verlängern sich die Lieferzeiten. Beides sind sichere Anzeichen dafür, dass der Heizölmarkt hierzulande in Bewegung ist. Wer auf einen Absturz der Märkte hofft, dem sei entgegengehalten, dass der aktuelle Heizölpreis im Vergleich zum Vorjahr sehr attraktiv ist und dass der Schuss erheblich nach hinten losgehen kann. Wenn die Haushaltseinigung in den USA kommt, könnten die Börsen und der Dollarkurs anziehen. Der Binnenmarkt bliebe wegen der klassischen Heizsaison weiterhin stabil. Da der Abschwung der Heizölpreise auf sich warten lässt, sehen wir vermehrt die Gefahr einer Aufwärtsbewegung. Nicht nur deswegen möchten wir wegen der Bedeutung aktueller Informationen auf unsere Heizölpreise-App für Smartphones hinweisen, die Ihnen überall und jederzeit einen Überblick über die Preise liefert. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Wer nicht in den zukünftigen Minderverbrauch investieren mag, könnte mit dem Kauf von Zertifikaten den CO2-Ausstoß des verfeuerten Heizöls kompensieren.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Fortsetzung der lockeren Geldpolitik bestätigt
Einige kleinere Infrastrukturstörungen
Politische Spannungen im Nahen Osten und Nordafrika

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Iran will über sein Atomprogramm reden
Libyen wird Teile der üblichen Lieferungen wieder aufnehmen
Irak hat neues Ölfeld in Betrieb genommen
Diverse Länder melden steigende Ölproduktion
US-Bestandsdaten
US-government shutdown
Globale Rohölnachfrage soll im vierten Quartal sinken

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