Unseren neuen Kommentar für den 08.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Wie Weihnachten und Silvester

Internationaler Markt

Die Vorabmeldungen zu den US-Beständen, deren gesamter Datensatz heute Nachmittag veröffentlicht wird, deuten auf einen ähnlich starken Abbau wie in der Vorwoche hin. Er steht in keinem Verhältnis zur US-Nachfrage. Vermutlich wurden die Rohölimporte gedrosselt und die Produktenexporte gesteigert. Normalerweise gibt es derartig starke Lagerrückgänge nur zum Jahreswechsel, um die Steuerlasten aus den Ölbeständen zu drücken. Finanzjongleure reagieren überrascht und erfreut auf die eindeutig bullische Situation. Sie kommt aus ihrer Sicht gerade richtig, da der bullische Lauf der letzten Tage zu schwächeln begann. Zudem wird dadurch die bärische Wirkung chinesischer Konjunkturdaten relativiert. Das Land zeigt seit einiger Zeit eine unerwartete Abschwächung seiner Wirtschaftsstärke. Ausdruck findet das beispielsweise im Rückgang der Rohölimporte im ersten Halbjahr 2013. Erwartungsgemäß stünde ein noch lange andauernder Anstieg der Importe an. China gilt als besonders öldurstig. Die oft zitierte üppige Ölversorgung findet keine Entsprechung an den Börsen. Sie sind bullisch eingestellt. Man kann sich damit trösten, dass die längerfristige Entwicklung seit über zwei Jahren seitwärts gerichtet ist.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise geben marginal nach. Die aktuelle Bewegung steht nicht in direkter Kopplung zu den Börsen. Öl- und Dollarnotierungen steigen nämlich. Die Bewegung ist eine Korrektur des Vortags. Da zogen die Preise im Binnenmarkt zu stark an. Alles in allem folgen die Heizölpreise den Börsenvorgaben aber recht nah. Im kurzfristigen Bereich zeigt sich die Lage auf allen Ebenen bullisch. Mittelfristig liegt noch ein Abwärtstrend vor. Den sehen wir gefährdet. Die Sache wird wohl auf eine Seitwärtsbewegung hinauslaufen. Das würde bedeuten, dass sich noch spürbares Aufwärtspotenzial entfalten kann. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: US-Bestandsdaten
Ägypten ist ein Problemfall
New Yorker Notenbankchef dementiert Ende der lockeren Geldpolitik
Rohölbedarf soll deutlich steigen
Einige kleine Infrastrukturstörungen

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Chinas Wirtschaft scheint in die Knie zu gehen
Produktenangebot soll deutlich steigen
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
OPEC und IEA Monatsberichte

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