Unseren neuen Kommentar für den 06.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Zu früh gefreut

Internationaler Markt

Das erste Abkommen zur Beilegung des Atomstreits mit dem Iran war so gut wie beschlossen, als Frankreichs Außenminister Fabius die Pläne am Samstag mit seinem Veto durchkreuzte. Die Finanzszene ahnte oder kannte die französische Position bereits am Freitag und ließ die zuvor deutlich gefallenen Ölnotierungen wieder steigen. Das ändert allerdings nichts an ihrem Abwärtstrend. Sollte der vorausgegangene Abgang beim Ölpreis ausschließlich aus der Erwartung iranischer Öllieferungen gespeist worden sein, wäre selbst mit einem Abkommen eine Gegenbewegung fällig, denn Öl wird erst mit einem zweiten Abkommen fließen. Wann das kommen wird, ist noch vollkommen ungewiss. Mit dem ersten Abkommen erhält der Iran lediglich Zugriff auf seine Auslandskonten. Die bärische Lage am Ölmarkt hat mehr Gründe, allen voran die gute Versorgungslage und die guten Versorgungsaussichten aufgrund neuer Fördertechnologien weltweit. Freundliche Konjunkturdaten sorgen aktuell zusammen mit der Verschiebung des Iranabkommens für bullische Stimmung. Das kann sich morgen schon ändern, da die Datenflut über die Wirtschaftslage erratisch ist.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise halten sich weiter im Abwärtstrend, gleichwohl steigen sie derzeit. Das haben Sie den Vorgaben der Ölbörse zu verdanken. Vom Devisenmarkt kommt wenig Einfluss, ebenso aus dem Binnenmarkt. Die weiteren Aussichten sind mittelfristig freundlich. Lediglich kurzfristig muss wieder mit etwas Preisanstieg gerechnet werden. Wer auf einen noch günstigeren Kaufmoment setzt, braucht das beim Spekulieren nötige dicke Fell, um sich von Gegenbewegungen nicht irritieren zu lassen. Wir empfehlen, das Preisgeschehen eng zu verfolgen, am PC oder mit dem Smartphone, und vor allen Dingen einen Nothalt zu definieren, zu dem die Spekulation bei fortgesetzt gegenläufiger Preisentwicklung abgebrochen wird. Wer dieses gewinnträchtige aber unsichere Spiel für sich ablehnt, soll wissen, dass Heizöl derzeit deutlich günstiger ist als vor einem und vor zwei Jahren. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: Derzeit keine Beendigung des Ölboykotts gegen den Iran
Entwicklung in Libyen
China bleibt auf wirtschaftlichem Expansionskurs
Fortsetzung der lockeren Geldpolitik

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: OPEC erhöht Angaben über Ölschiefervorkommen
Geringe US-Ölimporte
Ölangebot übertrifft Ölnachfrage

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