Unseren neuen Kommentar für den 03.12.16 finden Sie hier.


Heizölpreise: Zypern bekommt Milliardenhilfe

Internationaler Markt

Es sollte eine Lösung bis Montag gefunden werden, aber eine Lösung kann abschließend oder grundsätzlich gefunden werden. In diesem Fall ist die Lösung bis zur Stunde eher grundsätzlicher Natur. Die Einzelheiten werden in weitere Verhandlungen delegiert. Das Grundsätzliche in Kürze: Zypern bekommt die Milliardenhilfen der EU, EZB und des IWF. Im Gegenzug wird die zweitgrößte Bank Zyperns abgewickelt. Dabei werden Restguthaben in die größte Bank überführt. Bei der größten Bank werden Einschnitte in die Guthaben ab 100.000 Euro vorgenommen. Die offenen Fragen sind: Wie sind die Anteile der Hilfen zwischen der Troika verteilt? Bis wann wird eine Bad Bank für die Laiki Bank eingerichtet? Welche Guthaben werden transferiert? Wie hoch sind die Einschnitte in die Guthaben? Hier geistern Prozentsätze von 20 bis 40 Prozent durch die Presse. Was passiert eigentlich, wenn einer der Teilnehmer wieder aussteigt, weil ihm ein Detail nicht gefallen wird? Der Euro geht jedenfalls mit einem Sprung nach oben in die neue Woche. Leider werden auch die Ölnotierungen von den Meldungen aus Brüssel gestützt. Es kann also weiter gehen. Die Märkte sind beruhigt.

Nationaler Markt

Unsere Heizölpreise fielen leicht. Dies resultierte aus wenig bewegten Ölnotierungen und einem leicht erstarkten Euro. Die Devisenmärkte haben bereits am Freitag an eine Lösung der Zypern-Problematik geglaubt. Heute fühlten sich diese Devisenhändler bestätigt. Der deutsche Finanzminister weist bereits die Notwendigkeit einer Zustimmung des deutschen Bundestages zurück. Ein lupenreiner Demokrat. Dabei kann er sich wegen der Oppositionslosigkeit in diesen Fragen der Zustimmung des Bundestages gewiss sein. Wahrscheinlicher ist, dass er im Wahlkampf keine öffentliche Debatte zur Zypernhilfe vermeiden will. Kurz- und mittelfristig tendieren die Heizölpreise nach unten. Im Jahresvergleich sind wir im deutschen Durchschnitt etwa sechs Euro günstiger als im letzten Jahr. Eine solche Einsparung gibt es zurzeit in keinem anderen Lebensbereich. So gesehen stehen die Heizölverbraucher momentan besser da als Verbraucher anderer Energieträger. Im Übrigen sind wir der Meinung, dass es schlau ist, sich um die Reduzierung des eigenen Verbrauchs zu kümmern. Dazu empfehlen wir in einem ersten Schritt unseren e-Peilstab. Mit ihm lässt sich der Heizölverbrauch messen. Auf esytrol entsteht aus den Messungen ein Bild zur Energieintensität des eigenen Hauses. Wenn das bekannt ist, können Handlungen folgen.

Der Markt in Stichworten

preistreibende (bullische) Einflüsse auf Heizöl: FED sieht Gelddrucken nach wie vor positiv
China wächst weiterhin
EIA sieht Nachfrage derzeit größer als das Angebot
Spannungen in Nordafrika, Nahost und Nordkorea

preisdrückende (bärische) Einflüsse auf Heizöl: Euro-Krise wieder in den Schlagzeilen
US-Förderung steigt deutlich
Alte Industrienationen brauchen immer weniger Öl
Genug Öl am Markt
US-Raffineriekapazität steigt in Kürze wieder

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