Unseren neuen Kommentar für den 04.07.20 finden Sie hier.


Heizölpreise über 20 Prozent günstiger als vor einem Jahr

Internationaler Markt

Der Ölmarkt schickt die OPEC in eine griechische Tragödie. Wie auch immer sich die Organisation in der gegenwärtigen Lage bewegt, sie wird verlieren, Marktanteile, Geld und Einfluss. Das gilt zumindest für ihre mineralischen Angebote. Ein schneller Wechsel auf CO2-neutraleres synthetisches Öl (E-Fuel) könnte ihre Rettung sein. Es spielt aber dem Vernehmen nach noch keine Rolle in den Planungen.

Das Dilemma ist die globale Ölnachfrage. Sie ist im Verhältnis zum Angebot zu niedrig. Besserung ist angesichts der schleichenden Deglobalisierung nicht in Sicht. Wenn die OPEC zusammen mit ihren Alliierten das Angebot nicht weiter kürzt, droht dem Ölpreis ein Absturz und den stark vom Öl abhängigen Staaten der Bankrott. Wenn sie noch mehr Öl aus dem Markt nimmt, stabilisiert sie den Preis. Das stärkt die Produktion unkonventionellen Öls der Nicht-OPEC, zum Beispiel in den USA, und führt zu weiteren Verlusten von Marktanteilen der OPEC.

Das Angebot an mineralischem Öl kann über Jahre stärker wachsen als die Nachfrage. Dieses Angebot wird politisch unter wachsenden Substitutionsdruck zur Rettung des Klimas geraten. In dieser Lage ist es fraglich, ob Mineralöl jemals wieder ein knappes Gut werden kann und den ölabhängigen Staaten wenigstens phasenweise auskömmliche Einnahmen bescheren wird. Sie sollten sich schleunigst um Alternativen kümmern. E-Fuel ist so eine Alternative. Für die Produktion braucht man Sonne, Wasser und Anlagentechnik. Hinreichend Sonne und Wasser gibt es rund um den Persischen Golf. Anlagentechnik in marktgängiger Dimension muss noch gebaut werden. Die Infrastruktur für Export und Verwendung des synthetischen Öls existiert bereits in ausreichender Dimension. Sie ist identisch mit der für Mineralöl.

E-Fuel ist mischbar mit mineralischem Kraft- und Brennstoff. Das Endprodukt kann also Schritt für Schritt zur CO2-Neutralität geführt werden. In den Wüstenstaaten Nordafrikas ist noch kein Innovationssturm ausgebrochen. Aber in Berlin hat man nun endlich begriffen, dass es neben regenerativ erzeugtem Strom andere Möglichkeiten für eine umweltgerechte Energiewirtschaft gibt, deren Vernachlässigung sträflich wäre. Denn Strom ist infrastrukturell das komplizierteste und im Punkto Sicherheit das gefährdetste Energieprodukt im zukünftigen Portfolio.

Zurück zum Ölpreis: Der bewegt sich derzeit mit kleinen Schwankungen seitwärts. Mehr Bewegung kann heute Nachmittag ins Spiel kommen, wenn die US-Bestandsdaten des DOE (Department of Energy) veröffentlicht sind. Die Prognosen tendieren zu Abgang.

Das Barrel WTI (West Texas Intermediate) wird aktuell zu 54,17 Dollar und das Barrel Brent zu 59,49 Dollar gehandelt. Die Tonne Gasöl kostet 587,25 Dollar . Der US-Dollar kostet 0,8992 Euro . Damit kostet der Euro 1,1119 Dollar . Die Pfeile hinter den Zahlen geben die Veränderung zum Handelsauftakt des Vortags an.

Nationaler Markt

Die Heizölpreise bleiben heute Morgen unverändert, wie die aktuelle Heizölpreis-Tendenz zeigt. Sie vollziehen damit das, was seit geraumer Zeit tendenziell geschieht, in perfekter Vollendung, die Seitwärtsbewegung. Hoffnung auf Abwärts ist aber durchaus angebracht.

Die Heizöllogistik im Binnenmarkt hat sich ein wenig entspannt. Gleichwohl sind die Lieferzeiten lang. Das betrifft vor allen Dingen Süddeutschland. Das Bestellaufkommen ist übersichtlich. Groß ist dagegen die Hoffnung auf günstigeres Heizöl. Unser Schwarm-O-Meter für Heizöl, das die Käufe der Kunden ins Verhältnis zu ihren Preisanfragen setzt, und die Lesereinschätzung zur Preisentwicklung zeigen die Befindlichkeit der Kunden entsprechend an. Das eine steht auf mittlerem Niveau für die Kaufintensität, das andere auf einem sehr starken Mehrheitswert für die Erwartung an tiefere Heizölpreise.

Die Heizölpreistrends sind wieder ein Mutmacher für die Spekulation auf tiefere Preise. Dieser Umstand resultiert aus der Rückkehr des Abwärtskanals im kurzfristigen Bereich. Mit Ausnahme der Zehnjahresgrafik liegen in allen anderen Zeitbereichen noch Aufwärtskanäle vor.

Das Tiefpreis-System gibt in fast allen Regionen Deutschlands Kaufsignale. Nur der Westen fehlt aktuell.

Unser Rat an alle Unentschlossenen lautet: Kaufen Sie, wenn Sie Heizöl benötigen. Die Preise sind gut und die Lieferzeiten lang, zumindest im Süden Deutschlands.

Um die Heizölpreisentwicklung optimal ausnutzen zu können, sollten Sie genau wissen, wie viel Platz in Ihrem Tank ist. Unser e-Peilstab plus hilft Ihnen dabei. Mit ihm können Sie Ihren nächsten Heizölkauf noch besser planen.

Im Übrigen sind wir der Meinung, dass wir alle verbrauchsreduzierende Maßnahmen und Verhaltensweisen entwickeln müssen, um zukunftsfähig zu sein.

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Heizölpreise-Chart vom
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